Lange geplant und endlich geschafft. Es ist gar nicht so einfach in unserem geordneten System, als erwachsener Arbeitnehmer und Familienmensch, für drei Monate mal eben nach Gambia zu gehen. Aber mit Hilfe einiger mir wohlgesonnener Menschen und ein wenig Mut und Vertrauen, konnte meine Reise nach Buniadu zu Jahresbeginn starten.
Der Flug von München nach Brüssel, wo ich mich mit meinem Vereinskollegen Olaf Bullert treffen sollte, war unangenehm stürmisch. Wir flogen durch heftige Orkanböen, sodass selbst das Servicepersonal den kompletten Flug über, auf dem Sitz angeschnallt blieb. In Brüssel traf ich Olaf in letzter Minute. So konnten wir den restlichen, auch sehr turbulenten Flug, gemeinsam erleben und uns gegenseitig Mut zusprechen.

Ein stürmischer Flug (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mit Olaf verbrachte ich die ersten zwei Wochen in Gambia. Er kennt das Land schon von einer vorherigen Reise und ich hatte das große Glück, seine Tochter Nele und ihren Mann Amat in Manjai Kunda kennenzulernen. Alle drei haben mir in der ersten Zeit sehr viel geholfen, mich in dem noch fremden Land, zurecht zu finden. Danke dafür!
Nach unserer Ankunft in Banjul verbrachten wir die ersten vier Tage in Manjai Kunda. Hier befinden sich auf einem großen Grundstück das Büro, ein kleines gut ausgestattetes Gästehaus, einige Angestelltenwohnungen und Lagerhäuser sowie das Wohnhaus des Projektmanagers. Ich hatte Zeit, mich an Land, Leute und Klima zu gewöhnen. Von Nele und Amat lernte ich, wie man Geld zu einem guten Kurs umtauscht, wie man sein Telefonguthaben auflädt, wo man die besten Tapalapas bekommt, wie man Preise verhandelt oder wie man in Gambia Taxi fährt und so manch andere hilfreiche Tipps.
Dort lernte ich auch Matthias Ketteler, den Vorstand von „Project aid the Gambia“ und seine Familie zum ersten Mal kennen.
Am Sonntag, 7.1.2018 ging es in aller Herrgottsfrüh auf zum Fährhafen nach Banjul, um den Fluss zu überqueren. Die Fähre ließ lange auf sich warten, was aber nicht außergewöhnlich ist, wie ich später bemerkte. Nach kurzer feuchter Fahrt erreichten wir Barra und bald auch Buniadu.

Health Center Buniadu (Quelle Angelika Berndt photography, 2018)
Das Health Center hatte geschlossen, es war ja schließlich Sonntag. Eine gute Gelegenheit, sich in aller Ruhe in der Freiwilligenunterkunft einzurichten. Hier waren die Renovierungsarbeiten allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Mit einigem Improvisationsgeschick und schneller Hilfe einiger Leute, war das aber kein wesentliches Problem. Im Gegenteil, in den ersten Wochen meines Aufenthalts war ich immer in bester Gesellschaft von einheimischen Handwerkern. Wir haben zusammen gekocht und gegessen, viele interessante Gespräche geführt und nicht zuletzt wurde ich auch in die hohe Kunst des Ataja Kochens eingewiesen. Ataja ist ein traditionelles bitter-süßes Teegebräu. Es wird in einer ausgiebigen Zeremonie, meist von den Männern gekocht und soll gut gegen Müdigkeit und für die Verdauung sein.

Ataja kochen (Quelle: eigene Fotos, 2018)

Am Montag stellten Olaf und ich uns im Health Center und Kindergarten Buniadu vor. Wir wurden von allen sehr herzlich begrüßt, die Kindergartenkinder sangen uns sogar ein Begrüßungslied. Olaf hielt eine Hygieneschulung zum Thema Händedesinfektion und Hände waschen. Er schaffte es mit Leichtigkeit und viel Spaß, die Leute zu begeistern.
In den folgenden Tagen konnte ich schon ein wenig in die Arbeit im Health Center hinein schnuppern. Giddo der Projektsprecher, stets sehr engagiert und aufmerksam, stellte uns bei einer ausgiebigen Runde durch das Dorf den Mitgliedern des Dorfkomitees vor. Dabei lernte ich auch Giddo’s Mutter, eine 97 jährige Dame mit grandioser Ausstrahlung, kennen! Während meiner Zeit in Buniadu, besuchte ich sie noch mehrmals und obwohl sie kein Englisch und ich kein Wolof spreche, verstanden wir uns ganz wunderbar!

Olaf, Giddo’s Mutter, Giddo (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Nach ein paar Tagen Buniadu, ging es auf nach Jahaly. Wir wollten uns dort das Health Center und den Kindergarten unserer Partnerorganisation „Project aid the Gambia“ anschauen und wieder eine Hygieneschulung abhalten. Die Fahrt dorthin entlang der Northbank war für mich sehr beeindruckend. Links und rechts des Highways konnte ich viele kleine Dörfer, Märkte aber auch einfach nur endlos weite sandige Flächen mit Baobab- und Mangobäumen sehen. Ab und zu lief eine Kuh, Ziege oder eine ganze Schafherde auf die Straße. Aber auch das war kein Problem, es wird gehupt und die Tiere beeilen sich im besten Fall, die Straße für uns frei zu machen. Überhaupt wird in Gambia viel gehupt, aber nicht aus Zorn, nein, einfach um auf sich aufmerksam zu machen. Das funktioniert erstaunlich gut. Verkehrsregeln in unserem Sinne gibt es nicht und trotzdem arrangiert man sich so, dass es läuft. Das hat mich immer wieder beeindruckt, besonders im städtischen Gebiet um Banjul.
In Jahaly angekommen, checkten wir als Erstes im Gästehaus ein. Olaf und ich wollten dort eine Nacht bleiben. Zu unserer Reisegruppe gehörte auch Kevin, ein Freiwilliger deutscher Krankenpfleger, der seine Zeit im Health Center Jahaly verbringen wollte.
Am Abend wurden wir von den jungen Angestellten zum Essen unter dem Bantaba (eine Art gemauerter Pavillion) eingeladen. Mit so viel Gastfreundschaft hatten wir nicht gerechnet. Wir aßen alle zusammen aus einer großen Schüssel: „Domuda“, ein Gericht aus Gemüse Fleisch und/oder Fisch und Erdusscreme, dazu Reis. Dieses Gericht konnte ich in all seinen Varianten noch mehrfach genießen.
Am nächsten Morgen besichtigten wir Health Center, Kindergarten, Kochstellen, Waschplätze, Wohnhäuser und Moringa Plantagen des Projekts und Olaf sorgte mit seiner Schulung wieder für Spaß und Freude bei der Händehygiene. Am späten Mittag traten wir die Rückreise nach Manjai an, diesmal entlang der Southbank. Ebou unser Projektfahrer brachte uns auch diesmal heil zurück. Er ist ein sehr aufmerksamer, sicherer Fahrer und immer wahnsinnig hilfsbereit! Während meiner Zeit in Gambia hat er mich noch so manches Mal von A nach B gebracht und auch sonst hatte er immer ein offenes Ohr für alle meine Fragen. Danke Ebou!
Zurück in Manjai lernte ich am Wochenende Heide kennen, eine rüstige Rentnerin, die in regelmäßigen Abständen ihr Patenkind in Gambia besucht. Auch sie arbeitete früher als Krankenschwester und kam so zu „Riverboat Doctors international e.V.“. Wir verstanden uns auf Anhieb. Bei einem ausgiebigen Strandspaziergang erzählte sie mir viele interessante Geschichten aus früheren RDI-Zeiten und unzähligen Erlebnissen im Health Center Buniadu. Sie hat mich auf so manche gute Idee gebracht und mich ermuntert, einfach anzupacken. Danke Heide!

mit Heide Quelle: eigene Fotos, 2018)
Am Montag darauf musste ich mich von Olaf verabschieden. Gemeinsam mit Heide und ihrem Fahrer Ablei sind wir wieder mit der Fähre nach Barra übergesetzt. Diesmal ohne Wartezeit. Heide wollte sich das Health Center anschauen. Sie war vor einigen Jahren das letzte Mal dort und hat gestaunt, wie sich in der Zwischenzeit alles verändert hat. Nachdem sie am Nachmittag wieder abgereist war, konnte ich mich nun für die nächste Zeit in der Lodge einrichten. Inzwischen gab es auch neue Betten und Matratzen. Ich muss ehrlich gestehen, es war ein seltsames Gefühl, das erste Mal allein im Haus. Ich wusste, in nächster Zeit werde ich niemanden haben, mit dem ich mich mal so einfach auf Deutsch unterhalten kann, kein fließendes Wasser und Strom nur begrenzt. Aber ich habe es mir gleich zu Beginn gemütlich eingerichtet und es hat nicht lange gedauert, bis ich mein System gefunden hatte, unter solch einfachen Bedingungen zu leben. Wenn ich ehrlich bin, hat es mir an nichts gefehlt. Hier zurück in Deutschland, vermisse ich die Lodge in der wunderbaren Flusslandschaft sehr, genauso wie den gigantischen Sternenhimmel und den allabendlichen Plausch mit dem Nachtwächter!!!

der Bantaba Quelle: eigene Fotos, 2018

Die Lodge
Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker um 7.00 Uhr. Eigentlich nicht notwendig, denn der Nachtwächter klopfte jeden Morgen an die Tür und rief: “Good Morning, Caroline! How is the morning?“ Und erst wenn ich antwortete, dass der Morgen „fine“ ist, war er zufrieden und trottete nach Hause. Ich konnte mich immer auf die drei im Wechsel arbeitenden Securities verlassen und unbekümmert schlafen, während sie im Freien und nur mit einem kleinen Solarlicht, die Lodges die ganze Nacht über im Auge behielten. Auch sie standen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Danke Pateh, Jamba und Lamin!

Nachtwächter Lamin (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mein morgendliches Frühstück bestand aus Knäckebrot mit Erdnussbutter und Banane, dazu ein großer Pott Kaffee! Knäcke, Kaffee und Filtertüten habe ich mir aus Deutschland mitgebracht. Den Luxus wollte ich mir gönnen. Bananen gibt es in Gambia zu Hauf und die Erdnussbutter dort ist die beste auf der ganzen Welt!
Anschließend schlüpfte ich in meine vertraute blaue Arbeitskluft aus Deutschland, bewaffnete mich mit Stift, Pupillenleuchte, Stethoskop, Englischbuch und Brille und machte mich auf ins Health Center. Mein erster richtiger Arbeitstag – ich war glücklich!

Mein erster Tag

(Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Nach ca. 10 Minuten Fußweg kam ich dort an und schon unterwegs wurde ich von mehreren Leuten mit freundlichen Worten begrüßt. Meine Kollegen im HC begrüßten mich ebenfalls sehr herzlich und ich hatte den Eindruck, sie waren ein wenig neugierig, wie ich denn so ticke. Ich hatte schon bei meinem ersten Besuch angekündigt, dass ich mich vorrangig im Verbandsraum aufhalten möchte. Dieses Arbeitsfeld erschien mir für mich am passendsten. Fatou, genannt Effo und ich haben uns auf Anhieb super verstanden, manchmal auch ohne Worte, wenn mir gelegentlich die englische Vokabel fehlte. Effo arbeitet sehr sauber und korrekt. Sie hat eine erfrischende Art mit den Patienten und vor allem mit Kindern umzugehen. Es fiel mir auf, dass die Menschen in Gambia eine andere Art haben, mit Schmerz und Krankheit umzugehen. Man macht da kein großes Tamtam, sondern nimmt es einfach hin. Ohne lokale Anästhesie werden Abszesse geöffnet und desinfiziert, schlimmste Verbrennungen, oft auch bei Kindern, gesäubert und verbunden. Selten gibt es dabei Geschrei, die Patienten sind einfach nur dankbar, dass ihnen geholfen wird. Ich bin fasziniert, welch gute Ergebnisse wir erzielen konnten. Allerdings möchte ich es hierbei nicht versäumen, allen Spendern für die vielen hilfreichen Verbandsmaterialien, Salben und Desinfektionsmittel, welche zum Teil in Gambia nicht erhältlich sind, herzlich im Namen aller Patienten zu danken. In meiner Zeit in Buniadu habe ich versucht, die Kollegen dort und besonders Effo, im Umgang mit speziellen Wundauflagen und Verbandstechniken vertraut zu machen und ich bin begeistert, mit welcher Freude und Wissbegier meine Vorschläge angenommen und umgesetzt wurden. Zukünftig wird Effo, als verantwortliche Schwester im Verbandsraum, hier auch das Bestellwesen übernehmen. Wir hoffen natürlich weiterhin auf entsprechende Spenden! Es ist ein so unglaublich schönes Gefühl, den Menschen dort mit den für uns so selbstverständlichen Mitteln zu helfen. Danke dafür!




Bei der Arbeit im Verbandsraum (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Um kurz vor 11 ist es im HC Tradition, dass eine der Schwestern, von allen Kollegen Geld einsammelt und Tapalapas (eine Art Baguette mit allen erdenklichen Füllungen) besorgt. Manchmal kommt auch Effos Mutter vorbei und man kann sich sein Frühstück vor Ort kaufen. Um ca. 11.00 Uhr treffen sich dann alle zum gemeinsamen Lunch. Dazu gibt es noch einen sehr süßen Tee. Man bemerkte wohl, dass ich mit diesem Gebräu so meine Probleme hatte und deshalb füllte mir Rohey, eine der Schwestern, meine Portion Tee schon vor der Bezuckerung ab. Diese unglaubliche Sensibilität und Rücksicht ist mir in diesem Land immer wieder besonders aufgefallen.
Die Frühstückspause wird eingehalten, da gibt es nahezu keinen Hinderungsgrund. Die Patienten haben damit aber überhaupt kein Problem. Sie warten inzwischen geduldig und manchmal gesellen sie sich auch dazu. Faszinierend!

Bei der Arbeit im Verbandsraum (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)

Tapalapas (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Nach der Pause geht es weiter. Nachmittags geht es meist ein wenig ruhiger zu. Um 15.30 Uhr schließt das HC. Giddo kontrolliert, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind und verlässt als Letzter das Gelände.

Das Team des Health Centers Buniadu: (v.l.n.r.) Maimuna, Rohey, Ousman, Giddo, Abie, Effo (Quelle: eigene Fotos, 2018)

Für mich war das dann immer die Zeit zum Solarlampen aufladen. Vier Stunden reichen genau, um genügend Licht für den späten Abend zu haben. Sobald ich an der Lodge erschien, kam auch schon Mama Kumba, gefolgt von ihren vielen Kindern. Sie hat mich oft bekocht mit typisch gambischen Gerichten. Auch sonst hat sie mich immerzu unterstützt, sei es beim Wäsche waschen oder Putzen, Feuer machen oder Sonstigem. Auch bei ihr hatte ich kein Verständigungsproblem, obwohl wir keine gemeinsame Sprache fanden. In meiner Zeit in Buniadu habe ich zu ihr und ihrer Familie ein recht inniges Verhältnis aufgebaut. Ich vermisse sie sehr und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen! Danke liebe Kumba!

Mama Kumba (Quelle: eigene Fotos, 2018)

Nach dem Abendessen nutzte ich die Zeit oft zum dokumentieren meiner Ideen und kommunizieren mit Familie, Freunden, dem Büro in Manjai und den Vereinskollegen in Deutschland. Meine mitgebrachten Bücher konnte ich in den drei Monaten bis auf ein halbes, ungelesen wieder mit nach Hause bringen. Dafür gab es beim besten Willen keine Zeit. Es gab fast keinen Abend, an dem ich nicht irgendwelche Besucher bei mir an der Lodge hatte. Und das war gut so. Ich hatte somit die Möglichkeit vollkommen in das Leben und die Gesellschaft Gambias einzutauchen.
In der zweiten Januarhälfte tauchte Angelika auf. Sie ist eine Fotografin aus London und hatte sich vorgenommen, eine Art Fotoreportage über die Arbeit von RDI in Gambia zu machen. Das Ergebnis kann man sich in ihrer Fotogallerie (www.angelikaberendt.com) anschauen.
Gemeinsam erlebten wir zehn aufregende Tage in Buniadu. Bei ihren Besuchen im HC, im Kindergarten und den Dorfbewohnern gelang es Angelika, viele eindrucksvolle Fotos zu machen. Darunter auch das Buschfeuer, welches uns in große Aufregung versetzte. Nur mit Hilfe einiger sehr hilfsbereiter Nachbarn, konnten wir Schaden an der Unterkunft verhindern.

Nach dem Feuer (Quelle: eigene Fotos, 2018)

Nach Angelikas Abreise konnte ich mich wieder ganz auf meine Arbeit als Krankenschwester konzentrieren. Langsam gewöhnte ich mich daran, mit einfachsten diagnostischen Mitteln auszukommen, auch wenn ich gelegentlich beinahe daran verzweifelt wäre. Es ist z.B. nicht mal einfach so möglich, bei größeren Verletzungen durch Unfälle jeglicher Art, ein Röntgenbild geschweige denn ein CT zu bekommen, um eventuelle Knochenbrüche oder Schlimmeres auszuschließen. Dafür müsste der Patient eine Halbtagesreise nach Banjul antreten und dabei auch noch mit der Fähre übersetzen. In Deutschland unvorstellbar! Dasselbe gilt für eine Laboranalyse. Glücklicherweise erlebte ich dies in nur zwei Fällen und mit gutem Ausgang. Jedoch beschäftigt mich dieses Problem jetzt noch oft in meinem Klinikalltag. Wie einfach ist es hier für mich, Patienten zu einer Röntgenuntersuchung anzumelden und beinahe täglich eine Routinekontrolle im Labor durchführen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass es auch in Gambia bald möglich sein wird, solche diagnostischen Möglichkeiten auch in den ländlichen Bereichen bereitzustellen. Doch hierfür muss erst das Stromnetz weiter ausgebaut werden. Momentan findet man dies hauptsächlich im städtischen Gebiet um Banjul und teilweise auf der Südseite des Flusses.
Trotz der bescheidenen Möglichkeiten machte mir die Arbeit mit den Patienten großen Spaß und da ich hauptsächlich in der Wundversorgung aktiv war, baute sich zu so manchem Langzeitpatienten ein recht vertrautes Verhältnis auf. Gemeinsam freuten wir uns dann über kleine Erfolge und ganz nebenbei lernte ich auch ein paar einfache Floskeln der einheimischen Sprachen (Wolof, Mandinka und Fula).

Fahrt zum Labor in Bakau mit unserem Sorgenkind Jahu (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Im Februar besuchte uns Matthias Ketteler von Project aid im HC und im Kindergarten. Gemeinsam mit ihm fuhr ich für einige Tage nach Manjai. Hier hatte ich die Möglichkeit, die Arbeit unseres Managements im Büro aus nächster Nähe kennenzulernen. Und endlich fand ich einen PC, um einige aufgestaute Sachen zu tippen und das ein oder andere E-Mail nach Deutschland zu schicken. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Ding so wichtig ist!! Deshalb habe ich ihn ja auch daheim gelassen.
In Manjai lernte ich durch Matthias Ketteler, viele Gambier kennen, die uns vor Ort mit ihrer Hilfe unterstützen, sei es finanziell, materiell oder einfach nur mit den richtigen Kontakten. Ich bin beeindruckt von Matthias‘ Arbeit, seinem Engagement für „Project aid the Gambia“ und froh darüber, dass RDI mit Hilfe dieser Non Gouverment Organisation, HC und Kindergarten in Buniadu, weiter betreiben kann. Herzlichen Dank an Matthias Ketteler und sein Team in Gambia!
Mitte Februar konnte ich Ute Noherr begrüßen. Sie ist ebenfalls ein Mitglied von RDI und war schon zweimal in Buniadu. Auch sie konnte mir viele Geschichten aus früheren Zeiten erzählen. Sie interessierte sich hauptsächlich für den Kindergarten und hatte sich vorgenommen, das frisch renovierte Gebäude zu verschönern und alle Mitarbeiter mit neuen Uniformen auszustatten. Gemeinsam erlebten wir zwei sehr schöne Wochen. Wir bewohnten zusammen die Lodge, kochten sogar auf dem offenen Feuer weil uns ausgerechnet an einem Sonntag, das Gas für unseren Kocher ausging. Wir besuchten gemeinsam Utes „alte“ Freunde und erkundeten die wunderbaren Gärten der Dorfbewohner.

Gärten für den Eigenanbau (Quelle: eigene Foto, 2018)

Ein Highlight war für uns jedoch der Besuch von Fatou Banja, einer Krankenschwester, spezialisiert auf Zahnbehandlungen. Gemeinsam mit Matthias und dem Management in Manjai hatten wir es geschafft, sie aus der Buschklinik Jahaly nach Buniadu zu bringen. Es erhielten alle Kindergartenkinder und Mitarbeiter eine kostenlose Zahnuntersuchung und nicht selten auch eine Behandlung. Fatou blieb hierfür drei Tage in Buniadu und wohnte gemeinsam mit uns in der Freiwilligenunterkunft am Fluss. Tagsüber waren wir im HC mit den vielen Patienten gut beschäftigt, am Abend jedoch, fanden wir noch genügend Zeit für interessante Gespräche unter dem Bantaba. Fatou ist eine begnadete Rednerin und somit erfuhr ich vieles über das Leben und die Gegebenheiten in Gambia. Danke Fatou!

Bei der Zahnuntersuchung

Fatou Banja (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Ende Februar fuhren Ute und ich wieder einmal nach Manjai um Mandy Günther, ebenfalls ein RDI Mitglied und außerdem eine Freundin und Arbeitskollegin in Deutschland, vom Flughafen in Banjul abzuholen. Als Begrüßungsüberraschung hatten wir einen Ausflug nach Janjan Bureh ins Buschcamp geplant. Wir erlebten dort ein spektakuläres Wochenende mit einer unvergesslichen Bootsfahrt auf dem Gambiariver. Wir konnten Affen aus nächster Nähe und Hippos aus der Ferne sehen und zwei Nächte unter freiem Himmel auf einem Boot übernachten. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, Urlaub zu haben. Ein gelungenes Mädelswochenende!

Wochenendausflug Janjan Bureh (Quelle: Mandy Günther, 2018)



Nach Utes Abreise zogen wieder Handwerker in die Nachbarlodge ein. Der Müllverbrennungsofen des HC war schon recht in die Jahre gekommen und musste dringend renoviert werden. Außerdem gab es schon große Pläne für ein neues Angestelltenwohnhaus. Hierfür waren noch einige Vermessungen und Berechnungen der Handwerker von Nöten. Und ganz nebenbei wurde der Ofen neu verputzt und mit neu gefertigten Eisentüren bestückt. Giddo hatte die Aufgabe, diesen noch einige Tage lang zu wässern, damit der Putz bei den Temperaturen (ca. 40°C) nicht reißt. Doch nach einer Woche konnten wir ihn das erste Mal wieder benutzen. Danke Pap!




Der Ofen vorher und nachher (Quelle: Giddo Bah, 2018)
Die letzten Tage in Buniadu vergingen wie im Flug und mir wurde langsam ganz mulmig. Eigentlich hätte ich noch einige Zeit bleiben wollen. Die Menschen dort sind mir in diesen drei Monaten sehr ans Herz gewachsen. Ich bin nachhaltig beeindruckt, wie sie unter den so einfachen Bedingungen, scheinbar glücklich leben. Ich bewundere ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Sie haben immer ein Lächeln und ein paar freundliche Worte auf den Lippen und ich bin ihnen von Herzen dankbar, dass sie mich so selbstverständlich in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben.

Abschiedsfest an der Lodge mit dem Team des Health Centers (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mandy und ich hatten zum Schluss noch ein paar Tage in Manjai geplant. Dort trafen wir auch wieder auf Kevin, den Freiwilligen von Jahaly. Gemeinsam mit ihm und der neu angereisten Praktikantin Lilith verbrachten wir einige schöne Abende. Es ergab sich beim Erfahrungsaustausch die ein oder andere Idee für die Zusammenarbeit der beiden Health Center und vielleicht lässt sich davon sogar etwas umsetzen…

Abschiedsabend mit Mandy, Kevin und Lilith (Quelle: Mandy Günther, 2018)

Am 22.März war es dann soweit, ich musste mich nun verabschieden, jedoch stand fest, es wird ganz sicher bald ein Wiedersehen geben!

(Quelle: Mandy Günther, 2018)

Ich hatte eine großartige Zeit in Gambia, mit vielen Erfahrungen, Eindrücken und Erkenntnissen. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mich bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützt haben, ganz besonders bei meiner Familie!
River Boat News 23
River Boat News 22
River Boat News 21
Riverboat News 20
Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,
kaum sind die Feiertage Weihnachten und Silvester gelaufen, da haben wir schon fast wieder Ostern.
Nun endlich – rund um die Uhr Strom- und Wasserversorgung
Nach der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im November taten sich einige Probleme mit der Energieversorgung durch die Solaranlage auf. Die Batterien der Solaranlage waren defekt und konnten keine Energie mehr speichern. Somit war die Strom- und Wasserversorgung des Nachts unregelmäßig oder teilweise sogar ganz unterbrochen. Neue Batterien wurden bestellt, ließen aber auf sich warten: Erst eine Verzögerung der Lieferzeit, dann eine Lieferung falscher Batterien, aber, ganz nach dem Motto „Gambia no Problem“, trafen die richtigen Batterien nach einigen Bemühungen dann endlich in Buniadu ein.
Während dieser Wartezeit mussten unsere Freiwilligen dann trotz der neuen Räumlichkeiten, und dem dadurch gewonnenen Luxus einer Dusche und einem WC mit Spülung, noch auf die durchgehende Versorgung mit Strom verzichten.
Inzwischen läuft die Anlage wieder einwandfrei. Die Krankenstation, als auch das neue Gebäude werden nun durchgehend mit Strom versorgt, was gleichzeitig auch eine durchgehende Wasserversorgung bedeutet.
Patientenzahlen weiterhin hoch
Die Patientenzahlen belaufen sich derzeitig auf ca. 60 Patienten pro Tag und die Arbeit im Team erfolgt weiterhin Hand in Hand. Freiwillige berichten immer wieder von einem guten Arbeitsklima und einer angenehmen Atmosphäre.
Zur Aufrechterhaltung der Qualität von Behandlungen werden derzeitig die Medikamentenverschreibungen auf Notwendig – und Sinnhaftigkeit hin analysiert. Der gebotene Standard der Versorgung kann durch unser fachlich gut geschultes Personal aufrechterhalten werden, zusätzlich dazu werden hier aber auch weiterhin Optimierungen angestrebt.
Leider mussten wir uns von unserem Krankenwagen, welcher 2015 nach Gambia gebracht wurde, verabschieden. Nach einem Unfall (ohne Personenschaden) erlitt dieser einen Totalschaden und ist demnach nicht mehr einsatzbereit. In Abwägung des Kosten- Nutzen- Faktors bleibt zu überlegen, ein neues Fahrzeug anzuschaffen.
Reibungsloser Ablauf im Kindergarten
Auch im Kindergarten läuft es soweit recht gut. Durch die Zusammenarbeit unseres Kindergartens mit der im Dorf ansässigen weiterführenden Schule, konnte der Lehrplan im Kindergarten optimiert werden. Dadurch wurde ein nahtloser Übergang – ohne Lerndefizite vom Kindergarten in die Schule- geschaffen. Weiterhin sind 107 Kinder für das laufende Schuljahr angemeldet, von denen die Mehrheit regelmäßig am Unterricht teilnimmt.
Aufgrund von Spenden aus dem letzten Jahr sind wir materiell sehr gut aufgestellt. Zudem konnten wir dadurch der weiterführenden Schule mit Papier, Stiften und Kreide aushelfen, was auf große Begeisterung stieß.
Aktuell wird mit drei Lehrkräften unterrichtet. Da sich eine Lehrkraft aktuell noch im Mutterschutz befindet, wird unser Team durch eine Vertretungslehrkraft aus Jahally tatkräftig unterstützt. Ein Dank hierbei an die Projekthilfe Gambia e.V., die uns diese Mitarbeiterin zur Verfügung gestellt hat.
Freiwillige
Seit dem letzten Jahr freuen wir uns über eine große Einsatzbereitschaft von Freiwilligen. Die Auslastung geht auch 2019 unvermindert weiter. Neben dem sehr engagierten Mitglied Jana Baum (Ärztin), welches bereits mehrfach in kurzen Abständen vor Ort war und auch aktuell wieder in Gambia ist, gibt es immer wieder Anfragen für ein Praktikum in der Krankenstation als auch für den Kindergarten.
Aus der Mitgliederversammlung im März 2019 war trotz des kurzen Abstands zur Versammlung im Dezember 2018 eine rege Teilnahme zu verzeichnen, was uns natürlich sehr erfreut hat.
Wir wünschen allen eine schöne Osterzeit und hoffentlich einen tollen Frühling.
Christian, Jacqueline und Jürgen
Erfahrungsbericht von Dr. Jana Baum, Internistin (Februar 2019)
Mit ein paar Brocken Mandinka, meinem neu entwickeltem chronischen Ataya-Abusus (dies ist eine Art schwarzer Tee, der dort in rauen Mengen, wie bei uns Kaffee, gebraut und getrunken wird) und meiner ärztlichen Tätigkeit fühlte ich mich sehr erfüllt.
Jana Baum
Riverboat-News Nr. 19
Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,
wenn man einen Newsletter zu schreiben hat, hofft man natürlich immer auf gute Neuigkeiten. Denn in einem Newsletter soll nicht gejammert, sondern motiviert werden. Bei diesem Newsletter, den ich gerade zu schreiben beginne, fällt mir das nun extrem leicht, denn es gibt viel Positives aus unserem Projekt in Gambia zu berichten.
Erweiterungsbau Kindergarten und Neubau Personalwohnhaus
Trotz aller Widrigkeiten sind die Baumaßnahmen jetzt schon so weit fortgeschritten, dass für Anfang November die Einweihung geplant ist. Zur Veranschaulichung hat uns die Projekthilfe Gambia e.V. freundlicherweise zwei Luftaufnahmen zur Verfügung gestellt, auf denen man ( Bild 1 ) neben Health Center und Moschee das neue Gebäude mit Wohnungen für die Mitarbeiter im Vordergrund und Unterkünften für die Freiwilligen dahinter sowie ( Bild 2 ) die Erweiterung des Kindergartens um einen dritten Klassenraum erkennen kann.
Bei genauem Hinsehen ist in der Mitte des Freigeländes auch der von RDI e.V. gespendete und im vorigen Jahr von unserer „Freiwilligen“ Ute gepflanzte Mangobaum zu erkennen, der in einigen Jahren den Kindern Schatten spenden soll für ihr Spiel im Außenbereich.
Zurzeit lagern noch viele der per Container nach Gambia gelieferten Sachspenden (s. Newsletter Nr. 18) in dem frisch gebauten dritten Klassenraum des Kindergartens. Mit Fortschreiten des Baus kommen sie nun fast alle zum Einsatz, und der dritte Kindergartenraum kann Anfang November ebenso seiner Bestimmung übergeben werden wie das Personalwohnhaus. Sachspenden, die nicht direkt für den Bau bestimmt waren, werden erst nach der Eröffnung entsprechend weiter verteilt oder wie z.B. die Nestschaukel für den Kindergarten dann erst aufgebaut.
Die Solaranlage wird entsprechend erweitert werden, damit wir kontinuierlich die Wasser- und Stromversorgung gewährleisten können. In diesem Zuge werden auch die Batterien erneuert, da einige mittlerweile defekt sind.
Ausbildung des Kindergartenpersonals
Nachdem die Leiterin des Kindergartens, Aminata, ihre von RDI e.V. finanzierte Ausbildung zur Vorschullehrerin absolviert hat, wird nun auch die zweite Betreuerin, Fatou, diese Ausbildung durchlaufen, damit die Förderung der Kinder qualitativ verbessert werden kann.
Patientenzahlen steigen weiter
In den letzten zwei Monaten hatte das Team der Gesundheitsstation teilweise bis zu 100 Patienten pro Tag zu versorgen. Durch den enormen Zulauf an Patienten werden die Kosten für die Medikamente deutlich ansteigen. Bei der letzten Gambiareise von Christian Göken und Matthias Ketteler haben sich die Vereine darauf geeinigt das RDI e.V. über unseren Partner „Project Aid“ einkauft. Es wird eine Einsparung zwischen 20% und 30% erwartet.
Freiwillige
Nach Abschluss der Bauarbeiten dürfen wir auch wieder engagierte Freiwillige in der neuen Unterkunft begrüßen. Ab dem 07.November kommen bereits zwei bekannte Gesichter nach Gambia. Caro Graf, war von Januar bis März vor Ort und auch Mandy Günther, hat im März drei Wochen im Kindergarten mitgearbeitet. Begleitet werden die beiden noch von Ramona Ide (Elektromeisterin). Die drei Damen bleiben für drei Wochen und werden dann schon direkt durch Jana Baum (Ärztin) abgelöst. Auch im nächsten Jahr geht es direkt weiter und wir haben schon einige Zeiträume mit Freiwilligen belegt.
Project Aid The Gambia / Projekthilfe Gambia e.V.
Die Besetzung im Büro in Manjai hat inzwischen einen neuen Projektkoordinator. Ebrima Jobarteh ist langjähriger Mitarbeiter in Jahaly gewesen und hat nach der Ausbildung zum Krankenpfleger in das Büro gewechselt. Wir sind derzeitig guter Dinge, dass wir hier ein langfristiges Team aufbauen, welches den Anforderungen aus Deutschland gerecht werden kann.
Veranstaltungen in Deutschland
In den Sommermonaten fand das „2. Afrika Festival“ in Bremerhaven statt, an dem wir mit unserem Infostand vertreten waren. Auch auf der Veranstaltung „Ganderkesee Integrativ“ waren wir mit dem Infostand vertreten. Einige Mitglieder in Süddeutschland haben nach ihrer Gambia Reise Vorträge gehalten.
Am 24.11.2018 findet im Raum Erbach ein Konzert zugunsten von RDI e.V. statt, bei dem wir uns über Unterstützer und Besucher freuen. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, werden wir diese auf der Homepage und auf Facebook veröffentlichen.
Wir wünschen Ihnen und Euch allen einen schönen „goldenen“ Herbst.
Herzliche Grüße
Christian Göken, 1. Vorsitzender
Riverboat-News Nr. 18
Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,
nun ist die Fußballweltmeisterschaft zu Ende gegangen, und die viele Zeit, die zahlreiche Menschen vor dem Fernseher verbracht haben, um sich die Spiele anzuschauen, kann nun wieder anderweitig genutzt werden, z. B. mit dem Lesen dieses Newsletters. Nun ist ja nicht nur die deutsche Mannschaft frühzeitig nach Hause geschickt worden, auch keine der teilnehmenden afrikanischen Mannschaften hat die Gruppenphase überstanden. Dennoch ist gerade in Westafrika die Begeisterung für den Fußball ungebrochen, viele junge Männer träumen von einer Karriere als Profi-Fußballer in Europa. Dafür trainieren sie hart unter den ungünstigsten Bedingungen. Und in Buniadu trainiert unser Health-Center-Mitarbeiter Giddo die örtliche Fußballmannschaft. Nun weiß ich nichts über die Erfolge oder Misserfolge der Mannschaft zu berichten, dafür aber einiges aus unserem Projekt.
Erweiterungsbau Kindergarten und Neubau Personalwohnhaus
Wie bereits angekündigt konnte dank großzügiger Spenden der Partnerverein Project Aid the Gambia mit dem Bau eines dritten Raumes für den Kindergarten und eines direkt neben dem Health Center gelegenen Wohnhauses für Personal und Freiwillige beginnen. Hierzu gibt es ein kleines Video: https://youtu.be/IZwIAOE9vuk .
Inzwischen sind die Bauarbeiten bereits fortgeschritten, und wer im Herbst oder Winter als Volunteer dort einziehen möchte, sollte sich rasch bewerben. Im Moment müssen die Bauarbeiten allerdings immer wieder unterbrochen werden aufgrund der Regenzeit. Die Regenfälle waren teilweise so heftig, dass das ganze Gelände 30 cm hoch unter Wasser stand.
Neue Beiträge auf der Homepage
Wer dann nach dem Lesen dieses Newsletters sich noch weiter mit RDI-e.V. beschäftigen möchte findet auf unserer Homepage einige neue Berichte, Zeitungsartikel und Bilderstrecken. Der Besuch auf www.rdi-ev.de lohnt sich wie immer.
Mitarbeiter neu eingekleidet
Der Dorfschneider war fleißig. HC Personal und auch unsere Lehrer haben nun neue Arbeitskleidung bekommen. Hier gibt es nun auch farbliche Unterschiede zwischen Fachpersonal und Hilfskräften, wie es in Gambia üblich ist.
Spendencontainer endlich angekommen
Der Container, der bereits Mitte Mai in Ganderkesee beladen worden war und dann am 04. 06 auch endlich auf See ging, kam natürlich nicht planmäßig in Gambia an. Die See war ruhig und das Schiff lief gut. Leider waren aber noch andere Schiffe vorher an der Reihe, um ihre Ladung zu löschen. Somit wurde der Container dann erst ca. 10 Tage später als geplant entladen. Dafür ging die Abfertigung mit den Behörden dank der Vorbereitung durch den Partnerverein Project Aid The Gambia reibungslos, und der Container konnte dann in Manjai-Kunda von vielen fleißigen
Händen entladen werden. Von dort gingen die Spenden mit dem eigenen LKW dann über den Fluss nach Buniadu. Ausstattung für den Kindergarten, Fliesen, Waschbecken, Toiletten etc. für das Personalwohnhaus und andere Sachspenden können nun ihrer Bestimmung gemäß zum Einsatz kommen.
Patientenzahlen steigen kontinuierlich
Nach dem Wechsel in der Leitung des Gesundheitszentrums mit Einstellung des leitenden Krankenpflegers Ousman hat sich nicht nur die Stimmung im Team verbessert, sondern ist auch die Akzeptanz im Dorf gestiegen, sodass bei zunehmendem Vertrauen der Bevölkerung zum Team des Health-Centers auch die Zahl der versorgten Patienten deutlich angestiegen ist und die Auslastung zur Zeit bei über 200 Behandlungen pro Woche liegt. Bei dieser erfreulichen Entwicklung sehen wir dann auch locker über immer wieder auftretende Widrigkeiten hinweg wie eine defekte Batterie der Solaranlage oder notwendige Reparaturen am Krankenwagen (hat jetzt auch wieder ein Blaulicht, nachdem das alte der frühere Fahrer zerlegt hatte)
2. Bremerhavener Afrikafestival
Am 18. Und 19. August findet in Bremerhaven das 2. Afrikafestival statt. Bei hoffentlich besserem Wetter als im Vorjahr finden Besucher Kulinarisches, Bekleidung und Musik aus Afrika sowie einen Informationsstand von RDI-e.V. Ein Besuch lohnt sich sicherlich und bietet vielleicht auch die Möglichkeit, „alte Bekannte“ aus dem Verein zu treffen.
https://www.facebook.com/Yankadi-ba-369136599779307
Zum Schluss
wünsche ich uns allen einen schönen Spätsommer. Ich möchte an dieser Stelle aber auch bereits darauf hinweisen, dass für Ende November die jährliche Mitgliederversammlung geplant ist, dieses Mal wieder mit Wahlen des Vorstands.
Herzliche Grüße
Dr. med. Markus Schopp
Bericht der Gambiareise von Christian Göken (28.04.2018 – 21.05.2018)
Kindergarten Buniadu:
Fast eine Woche Gambia liegt nun schon hinter mir und ich komme endlich dazu ein paar Zeilen zu schreiben. Da hier der 1. Mai ebenfalls ein Feiertag war, sind Matthias Ketteler (Projekthilfe Gambia) und ich am 2. Mai um kurz vor 5 Uhr morgens in Manjai gestartet, um die Projekte zu besuchen. Wir haben mit viel Glück die erste Fähre bekommen und mit noch mehr Glück war es sogar die neue Fähre. Somit dauerte die Überfahrt nur 20 Minuten. In Buniadu angekommen habe ich die Veränderungen nach der Renovierung des Kindergartens das erste Mal live gesehen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr sich alles zum Positiven verändert hat. Ich war echt gerührt. DANKE an die beteiligten Freiwilligen und dem Team von „Project Aid The Gambia“. Wir haben den Rest des Tages dann damit verbracht, uns überall „anzumelden“ und erste Gespräche zu führen.
Am nächsten Tag ist vormittags der LKW aus Manjai gekommen und hat kleine Stühle für den Kindergarten gebracht. Mit den neuen Stühlen kann bereits der erste Raum ausgestattet werden. In einigen Wochen werden weitere Stühle und hoffentlich Tische folgen. Sonst werden die Vorhandenen Tische entsprechend repariert. Auch sollen wir Tafeln für unsere Räume bekommen, die bei Project Aid The Gambia im Zulauf sind.
Health Center und Neubau:
Unseren neuen Krankenpfleger Ousman, der die Leitung in Buniadu übernommen hat, habe ich ebenfalls kennengelernt. Bei vielen Gesprächen mit den Angestellten, dem Alkalo (ähnlich wie ein Bürgermeister) und den Dorfältesten wurde mir berichtet, dass unser jetziges Team bei der Bevölkerung sehr beliebt ist und gut zusammenarbeitet. Wir haben dann unsere Pläne für den Neubau eines Angestelltenhauses und das zusätzliche Klassenzimmer vorgestellt und mit allen beteiligten besprochen. Bereits in der nächsten Woche startet die Bauphase und erste Sandlieferungen sind bereits angekommen, nachdem wir eine geeignete Sandgrube besucht hatten. Außerdem wurde fleißig aufgeräumt und „ausgemistet“.
Am Abend fand ein Mitarbeitertreffen auf der Lodge statt. So konnte man bei Essen und Getränken noch über das ein oder andere Problem oder auch Wünsche sprechen. Das Team war soweit zufrieden und es gab auch keinerlei größere Probleme.
Beim abschließenden Gespräch mit dem Alkalo haben wir ihm die Zusage gegeben, dass wir im Rahmen der Baumaßnahmen das WC für die Moschee neu machen und zusätzlich eine Waschgelegenheit bauen, damit man sich vor dem Gebet die Hände und Füße reinigen kann.
Im Laufe der verbleibenden Tage wurden die üblichen Büroarbeiten erledigt, die immer anstehen, wenn Vorstandsmitglieder vor Ort sind. Natürlich gab es auch noch eine Menge mit der Bauplanung zu tun. Es mussten Berechnungen gemacht werden und die entsprechenden Preise für die Gewerke wurden eingeholt. In der zweiten Hälfte der Reise wurde ich dann per Mail informiert, dass mein Rückflug gestrichen wurde und ich mich mal bei der Airline melden sollte. Streik in Brüssel und somit erst 5 Tage später zurück. Grundsätzlich ärgerlich, aber in dem Fall konnte ich unter anderem noch mit Matthias und dem Vorsitzenden von Projekt Aid The Gambia am Treffen mit dem Präsidenten H.E. Adama Barrow teilnehmen. Morgens um 4 Uhr ging es los, da wir ca. 360 km Anreise vor uns hatten. RDI e.V. war nicht direkt Gesprächsthema, aber es ging um die medizinische Versorgung im Land. Es war für mich natürlich sehr interessant und aufschlussreich.
Zum Abschluss der Reise gab es noch ein lustiges Zusammentreffen mit einer weiteren Freiwilligen über die Projekthilfe Gambia e.V. Diese Freiwillige hatte vor einigen Monaten mit mir telefoniert und ich musste ihr absagen, da bereits die Planung für den Bau soweit war, dass ich unsere Unterkünfte nicht belegen wollte. Nun ist auch hier wieder ein gelungenes Zusammenspiel beider Vereine zustande gekommen.
Für mich war es wieder einmal eine spannende, aufregende und arbeitsreiche Reise. Die Fortschritte die in Buniadu gemacht werden sind riesig und es macht großen Spaß zu sehen, was alles möglich ist, auch wenn vieles von Deutschland aus koordiniert werden muss.
Meine Zeit in Gambia, 3. Januar – 21. März. 2018, Caroline Graf, Krankenschwester, Riverboat Doctors international e.V.
Lange geplant und endlich geschafft. Es ist gar nicht so einfach in unserem geordneten System, als erwachsener Arbeitnehmer und Familienmensch, für drei Monate mal eben nach Gambia zu gehen. Aber mit Hilfe einiger mir wohlgesonnener Menschen und ein wenig Mut und Vertrauen, konnte meine Reise nach Buniadu zu Jahresbeginn starten.
Der Flug von München nach Brüssel, wo ich mich mit meinem Vereinskollegen Olaf Bullert treffen sollte, war unangenehm stürmisch. Wir flogen durch heftige Orkanböen, sodass selbst das Servicepersonal den kompletten Flug über, auf dem Sitz angeschnallt blieb. In Brüssel traf ich Olaf in letzter Minute. So konnten wir den restlichen, auch sehr turbulenten Flug, gemeinsam erleben und uns gegenseitig Mut zusprechen.
Ein stürmischer Flug (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mit Olaf verbrachte ich die ersten zwei Wochen in Gambia. Er kennt das Land schon von einer vorherigen Reise und ich hatte das große Glück, seine Tochter Nele und ihren Mann Amat in Manjai Kunda kennenzulernen. Alle drei haben mir in der ersten Zeit sehr viel geholfen, mich in dem noch fremden Land, zurecht zu finden. Danke dafür!
Nach unserer Ankunft in Banjul verbrachten wir die ersten vier Tage in Manjai Kunda. Hier befinden sich auf einem großen Grundstück das Büro, ein kleines gut ausgestattetes Gästehaus, einige Angestelltenwohnungen und Lagerhäuser sowie das Wohnhaus des Projektmanagers. Ich hatte Zeit, mich an Land, Leute und Klima zu gewöhnen. Von Nele und Amat lernte ich, wie man Geld zu einem guten Kurs umtauscht, wie man sein Telefonguthaben auflädt, wo man die besten Tapalapas bekommt, wie man Preise verhandelt oder wie man in Gambia Taxi fährt und so manch andere hilfreiche Tipps.
Dort lernte ich auch Matthias Ketteler, den Vorstand von „Project aid the Gambia“ und seine Familie zum ersten Mal kennen.
Am Sonntag, 7.1.2018 ging es in aller Herrgottsfrüh auf zum Fährhafen nach Banjul, um den Fluss zu überqueren. Die Fähre ließ lange auf sich warten, was aber nicht außergewöhnlich ist, wie ich später bemerkte. Nach kurzer feuchter Fahrt erreichten wir Barra und bald auch Buniadu.
Health Center Buniadu (Quelle Angelika Berndt photography, 2018)
Das Health Center hatte geschlossen, es war ja schließlich Sonntag. Eine gute Gelegenheit, sich in aller Ruhe in der Freiwilligenunterkunft einzurichten. Hier waren die Renovierungsarbeiten allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Mit einigem Improvisationsgeschick und schneller Hilfe einiger Leute, war das aber kein wesentliches Problem. Im Gegenteil, in den ersten Wochen meines Aufenthalts war ich immer in bester Gesellschaft von einheimischen Handwerkern. Wir haben zusammen gekocht und gegessen, viele interessante Gespräche geführt und nicht zuletzt wurde ich auch in die hohe Kunst des Ataja Kochens eingewiesen. Ataja ist ein traditionelles bitter-süßes Teegebräu. Es wird in einer ausgiebigen Zeremonie, meist von den Männern gekocht und soll gut gegen Müdigkeit und für die Verdauung sein.
Ataja kochen (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Am Montag stellten Olaf und ich uns im Health Center und Kindergarten Buniadu vor. Wir wurden von allen sehr herzlich begrüßt, die Kindergartenkinder sangen uns sogar ein Begrüßungslied. Olaf hielt eine Hygieneschulung zum Thema Händedesinfektion und Hände waschen. Er schaffte es mit Leichtigkeit und viel Spaß, die Leute zu begeistern.
In den folgenden Tagen konnte ich schon ein wenig in die Arbeit im Health Center hinein schnuppern. Giddo der Projektsprecher, stets sehr engagiert und aufmerksam, stellte uns bei einer ausgiebigen Runde durch das Dorf den Mitgliedern des Dorfkomitees vor. Dabei lernte ich auch Giddo’s Mutter, eine 97 jährige Dame mit grandioser Ausstrahlung, kennen! Während meiner Zeit in Buniadu, besuchte ich sie noch mehrmals und obwohl sie kein Englisch und ich kein Wolof spreche, verstanden wir uns ganz wunderbar!
Olaf, Giddo’s Mutter, Giddo (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Nach ein paar Tagen Buniadu, ging es auf nach Jahaly. Wir wollten uns dort das Health Center und den Kindergarten unserer Partnerorganisation „Project aid the Gambia“ anschauen und wieder eine Hygieneschulung abhalten. Die Fahrt dorthin entlang der Northbank war für mich sehr beeindruckend. Links und rechts des Highways konnte ich viele kleine Dörfer, Märkte aber auch einfach nur endlos weite sandige Flächen mit Baobab- und Mangobäumen sehen. Ab und zu lief eine Kuh, Ziege oder eine ganze Schafherde auf die Straße. Aber auch das war kein Problem, es wird gehupt und die Tiere beeilen sich im besten Fall, die Straße für uns frei zu machen. Überhaupt wird in Gambia viel gehupt, aber nicht aus Zorn, nein, einfach um auf sich aufmerksam zu machen. Das funktioniert erstaunlich gut. Verkehrsregeln in unserem Sinne gibt es nicht und trotzdem arrangiert man sich so, dass es läuft. Das hat mich immer wieder beeindruckt, besonders im städtischen Gebiet um Banjul.
In Jahaly angekommen, checkten wir als Erstes im Gästehaus ein. Olaf und ich wollten dort eine Nacht bleiben. Zu unserer Reisegruppe gehörte auch Kevin, ein Freiwilliger deutscher Krankenpfleger, der seine Zeit im Health Center Jahaly verbringen wollte.
Am Abend wurden wir von den jungen Angestellten zum Essen unter dem Bantaba (eine Art gemauerter Pavillion) eingeladen. Mit so viel Gastfreundschaft hatten wir nicht gerechnet. Wir aßen alle zusammen aus einer großen Schüssel: „Domuda“, ein Gericht aus Gemüse Fleisch und/oder Fisch und Erdusscreme, dazu Reis. Dieses Gericht konnte ich in all seinen Varianten noch mehrfach genießen.
Am nächsten Morgen besichtigten wir Health Center, Kindergarten, Kochstellen, Waschplätze, Wohnhäuser und Moringa Plantagen des Projekts und Olaf sorgte mit seiner Schulung wieder für Spaß und Freude bei der Händehygiene. Am späten Mittag traten wir die Rückreise nach Manjai an, diesmal entlang der Southbank. Ebou unser Projektfahrer brachte uns auch diesmal heil zurück. Er ist ein sehr aufmerksamer, sicherer Fahrer und immer wahnsinnig hilfsbereit! Während meiner Zeit in Gambia hat er mich noch so manches Mal von A nach B gebracht und auch sonst hatte er immer ein offenes Ohr für alle meine Fragen. Danke Ebou!
Zurück in Manjai lernte ich am Wochenende Heide kennen, eine rüstige Rentnerin, die in regelmäßigen Abständen ihr Patenkind in Gambia besucht. Auch sie arbeitete früher als Krankenschwester und kam so zu „Riverboat Doctors international e.V.“. Wir verstanden uns auf Anhieb. Bei einem ausgiebigen Strandspaziergang erzählte sie mir viele interessante Geschichten aus früheren RDI-Zeiten und unzähligen Erlebnissen im Health Center Buniadu. Sie hat mich auf so manche gute Idee gebracht und mich ermuntert, einfach anzupacken. Danke Heide!
mit Heide Quelle: eigene Fotos, 2018)
Am Montag darauf musste ich mich von Olaf verabschieden. Gemeinsam mit Heide und ihrem Fahrer Ablei sind wir wieder mit der Fähre nach Barra übergesetzt. Diesmal ohne Wartezeit. Heide wollte sich das Health Center anschauen. Sie war vor einigen Jahren das letzte Mal dort und hat gestaunt, wie sich in der Zwischenzeit alles verändert hat. Nachdem sie am Nachmittag wieder abgereist war, konnte ich mich nun für die nächste Zeit in der Lodge einrichten. Inzwischen gab es auch neue Betten und Matratzen. Ich muss ehrlich gestehen, es war ein seltsames Gefühl, das erste Mal allein im Haus. Ich wusste, in nächster Zeit werde ich niemanden haben, mit dem ich mich mal so einfach auf Deutsch unterhalten kann, kein fließendes Wasser und Strom nur begrenzt. Aber ich habe es mir gleich zu Beginn gemütlich eingerichtet und es hat nicht lange gedauert, bis ich mein System gefunden hatte, unter solch einfachen Bedingungen zu leben. Wenn ich ehrlich bin, hat es mir an nichts gefehlt. Hier zurück in Deutschland, vermisse ich die Lodge in der wunderbaren Flusslandschaft sehr, genauso wie den gigantischen Sternenhimmel und den allabendlichen Plausch mit dem Nachtwächter!!!
der Bantaba Quelle: eigene Fotos, 2018
Die Lodge
Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker um 7.00 Uhr. Eigentlich nicht notwendig, denn der Nachtwächter klopfte jeden Morgen an die Tür und rief: “Good Morning, Caroline! How is the morning?“ Und erst wenn ich antwortete, dass der Morgen „fine“ ist, war er zufrieden und trottete nach Hause. Ich konnte mich immer auf die drei im Wechsel arbeitenden Securities verlassen und unbekümmert schlafen, während sie im Freien und nur mit einem kleinen Solarlicht, die Lodges die ganze Nacht über im Auge behielten. Auch sie standen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Danke Pateh, Jamba und Lamin!
Nachtwächter Lamin (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mein morgendliches Frühstück bestand aus Knäckebrot mit Erdnussbutter und Banane, dazu ein großer Pott Kaffee! Knäcke, Kaffee und Filtertüten habe ich mir aus Deutschland mitgebracht. Den Luxus wollte ich mir gönnen. Bananen gibt es in Gambia zu Hauf und die Erdnussbutter dort ist die beste auf der ganzen Welt!
Anschließend schlüpfte ich in meine vertraute blaue Arbeitskluft aus Deutschland, bewaffnete mich mit Stift, Pupillenleuchte, Stethoskop, Englischbuch und Brille und machte mich auf ins Health Center. Mein erster richtiger Arbeitstag – ich war glücklich!
Mein erster Tag
(Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Nach ca. 10 Minuten Fußweg kam ich dort an und schon unterwegs wurde ich von mehreren Leuten mit freundlichen Worten begrüßt. Meine Kollegen im HC begrüßten mich ebenfalls sehr herzlich und ich hatte den Eindruck, sie waren ein wenig neugierig, wie ich denn so ticke. Ich hatte schon bei meinem ersten Besuch angekündigt, dass ich mich vorrangig im Verbandsraum aufhalten möchte. Dieses Arbeitsfeld erschien mir für mich am passendsten. Fatou, genannt Effo und ich haben uns auf Anhieb super verstanden, manchmal auch ohne Worte, wenn mir gelegentlich die englische Vokabel fehlte. Effo arbeitet sehr sauber und korrekt. Sie hat eine erfrischende Art mit den Patienten und vor allem mit Kindern umzugehen. Es fiel mir auf, dass die Menschen in Gambia eine andere Art haben, mit Schmerz und Krankheit umzugehen. Man macht da kein großes Tamtam, sondern nimmt es einfach hin. Ohne lokale Anästhesie werden Abszesse geöffnet und desinfiziert, schlimmste Verbrennungen, oft auch bei Kindern, gesäubert und verbunden. Selten gibt es dabei Geschrei, die Patienten sind einfach nur dankbar, dass ihnen geholfen wird. Ich bin fasziniert, welch gute Ergebnisse wir erzielen konnten. Allerdings möchte ich es hierbei nicht versäumen, allen Spendern für die vielen hilfreichen Verbandsmaterialien, Salben und Desinfektionsmittel, welche zum Teil in Gambia nicht erhältlich sind, herzlich im Namen aller Patienten zu danken. In meiner Zeit in Buniadu habe ich versucht, die Kollegen dort und besonders Effo, im Umgang mit speziellen Wundauflagen und Verbandstechniken vertraut zu machen und ich bin begeistert, mit welcher Freude und Wissbegier meine Vorschläge angenommen und umgesetzt wurden. Zukünftig wird Effo, als verantwortliche Schwester im Verbandsraum, hier auch das Bestellwesen übernehmen. Wir hoffen natürlich weiterhin auf entsprechende Spenden! Es ist ein so unglaublich schönes Gefühl, den Menschen dort mit den für uns so selbstverständlichen Mitteln zu helfen. Danke dafür!
Bei der Arbeit im Verbandsraum (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Um kurz vor 11 ist es im HC Tradition, dass eine der Schwestern, von allen Kollegen Geld einsammelt und Tapalapas (eine Art Baguette mit allen erdenklichen Füllungen) besorgt. Manchmal kommt auch Effos Mutter vorbei und man kann sich sein Frühstück vor Ort kaufen. Um ca. 11.00 Uhr treffen sich dann alle zum gemeinsamen Lunch. Dazu gibt es noch einen sehr süßen Tee. Man bemerkte wohl, dass ich mit diesem Gebräu so meine Probleme hatte und deshalb füllte mir Rohey, eine der Schwestern, meine Portion Tee schon vor der Bezuckerung ab. Diese unglaubliche Sensibilität und Rücksicht ist mir in diesem Land immer wieder besonders aufgefallen.
Die Frühstückspause wird eingehalten, da gibt es nahezu keinen Hinderungsgrund. Die Patienten haben damit aber überhaupt kein Problem. Sie warten inzwischen geduldig und manchmal gesellen sie sich auch dazu. Faszinierend!
Bei der Arbeit im Verbandsraum (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Tapalapas (Quelle: Angelika Berndt photography, 2018)
Nach der Pause geht es weiter. Nachmittags geht es meist ein wenig ruhiger zu. Um 15.30 Uhr schließt das HC. Giddo kontrolliert, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind und verlässt als Letzter das Gelände.
Das Team des Health Centers Buniadu: (v.l.n.r.) Maimuna, Rohey, Ousman, Giddo, Abie, Effo (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Für mich war das dann immer die Zeit zum Solarlampen aufladen. Vier Stunden reichen genau, um genügend Licht für den späten Abend zu haben. Sobald ich an der Lodge erschien, kam auch schon Mama Kumba, gefolgt von ihren vielen Kindern. Sie hat mich oft bekocht mit typisch gambischen Gerichten. Auch sonst hat sie mich immerzu unterstützt, sei es beim Wäsche waschen oder Putzen, Feuer machen oder Sonstigem. Auch bei ihr hatte ich kein Verständigungsproblem, obwohl wir keine gemeinsame Sprache fanden. In meiner Zeit in Buniadu habe ich zu ihr und ihrer Familie ein recht inniges Verhältnis aufgebaut. Ich vermisse sie sehr und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen! Danke liebe Kumba!
Mama Kumba (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Nach dem Abendessen nutzte ich die Zeit oft zum dokumentieren meiner Ideen und kommunizieren mit Familie, Freunden, dem Büro in Manjai und den Vereinskollegen in Deutschland. Meine mitgebrachten Bücher konnte ich in den drei Monaten bis auf ein halbes, ungelesen wieder mit nach Hause bringen. Dafür gab es beim besten Willen keine Zeit. Es gab fast keinen Abend, an dem ich nicht irgendwelche Besucher bei mir an der Lodge hatte. Und das war gut so. Ich hatte somit die Möglichkeit vollkommen in das Leben und die Gesellschaft Gambias einzutauchen.
In der zweiten Januarhälfte tauchte Angelika auf. Sie ist eine Fotografin aus London und hatte sich vorgenommen, eine Art Fotoreportage über die Arbeit von RDI in Gambia zu machen. Das Ergebnis kann man sich in ihrer Fotogallerie (www.angelikaberendt.com) anschauen.
Gemeinsam erlebten wir zehn aufregende Tage in Buniadu. Bei ihren Besuchen im HC, im Kindergarten und den Dorfbewohnern gelang es Angelika, viele eindrucksvolle Fotos zu machen. Darunter auch das Buschfeuer, welches uns in große Aufregung versetzte. Nur mit Hilfe einiger sehr hilfsbereiter Nachbarn, konnten wir Schaden an der Unterkunft verhindern.
Nach dem Feuer (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Nach Angelikas Abreise konnte ich mich wieder ganz auf meine Arbeit als Krankenschwester konzentrieren. Langsam gewöhnte ich mich daran, mit einfachsten diagnostischen Mitteln auszukommen, auch wenn ich gelegentlich beinahe daran verzweifelt wäre. Es ist z.B. nicht mal einfach so möglich, bei größeren Verletzungen durch Unfälle jeglicher Art, ein Röntgenbild geschweige denn ein CT zu bekommen, um eventuelle Knochenbrüche oder Schlimmeres auszuschließen. Dafür müsste der Patient eine Halbtagesreise nach Banjul antreten und dabei auch noch mit der Fähre übersetzen. In Deutschland unvorstellbar! Dasselbe gilt für eine Laboranalyse. Glücklicherweise erlebte ich dies in nur zwei Fällen und mit gutem Ausgang. Jedoch beschäftigt mich dieses Problem jetzt noch oft in meinem Klinikalltag. Wie einfach ist es hier für mich, Patienten zu einer Röntgenuntersuchung anzumelden und beinahe täglich eine Routinekontrolle im Labor durchführen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass es auch in Gambia bald möglich sein wird, solche diagnostischen Möglichkeiten auch in den ländlichen Bereichen bereitzustellen. Doch hierfür muss erst das Stromnetz weiter ausgebaut werden. Momentan findet man dies hauptsächlich im städtischen Gebiet um Banjul und teilweise auf der Südseite des Flusses.
Trotz der bescheidenen Möglichkeiten machte mir die Arbeit mit den Patienten großen Spaß und da ich hauptsächlich in der Wundversorgung aktiv war, baute sich zu so manchem Langzeitpatienten ein recht vertrautes Verhältnis auf. Gemeinsam freuten wir uns dann über kleine Erfolge und ganz nebenbei lernte ich auch ein paar einfache Floskeln der einheimischen Sprachen (Wolof, Mandinka und Fula).
Fahrt zum Labor in Bakau mit unserem Sorgenkind Jahu (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Im Februar besuchte uns Matthias Ketteler von Project aid im HC und im Kindergarten. Gemeinsam mit ihm fuhr ich für einige Tage nach Manjai. Hier hatte ich die Möglichkeit, die Arbeit unseres Managements im Büro aus nächster Nähe kennenzulernen. Und endlich fand ich einen PC, um einige aufgestaute Sachen zu tippen und das ein oder andere E-Mail nach Deutschland zu schicken. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Ding so wichtig ist!! Deshalb habe ich ihn ja auch daheim gelassen.
In Manjai lernte ich durch Matthias Ketteler, viele Gambier kennen, die uns vor Ort mit ihrer Hilfe unterstützen, sei es finanziell, materiell oder einfach nur mit den richtigen Kontakten. Ich bin beeindruckt von Matthias‘ Arbeit, seinem Engagement für „Project aid the Gambia“ und froh darüber, dass RDI mit Hilfe dieser Non Gouverment Organisation, HC und Kindergarten in Buniadu, weiter betreiben kann. Herzlichen Dank an Matthias Ketteler und sein Team in Gambia!
Mitte Februar konnte ich Ute Noherr begrüßen. Sie ist ebenfalls ein Mitglied von RDI und war schon zweimal in Buniadu. Auch sie konnte mir viele Geschichten aus früheren Zeiten erzählen. Sie interessierte sich hauptsächlich für den Kindergarten und hatte sich vorgenommen, das frisch renovierte Gebäude zu verschönern und alle Mitarbeiter mit neuen Uniformen auszustatten. Gemeinsam erlebten wir zwei sehr schöne Wochen. Wir bewohnten zusammen die Lodge, kochten sogar auf dem offenen Feuer weil uns ausgerechnet an einem Sonntag, das Gas für unseren Kocher ausging. Wir besuchten gemeinsam Utes „alte“ Freunde und erkundeten die wunderbaren Gärten der Dorfbewohner.
Gärten für den Eigenanbau (Quelle: eigene Foto, 2018)
Ein Highlight war für uns jedoch der Besuch von Fatou Banja, einer Krankenschwester, spezialisiert auf Zahnbehandlungen. Gemeinsam mit Matthias und dem Management in Manjai hatten wir es geschafft, sie aus der Buschklinik Jahaly nach Buniadu zu bringen. Es erhielten alle Kindergartenkinder und Mitarbeiter eine kostenlose Zahnuntersuchung und nicht selten auch eine Behandlung. Fatou blieb hierfür drei Tage in Buniadu und wohnte gemeinsam mit uns in der Freiwilligenunterkunft am Fluss. Tagsüber waren wir im HC mit den vielen Patienten gut beschäftigt, am Abend jedoch, fanden wir noch genügend Zeit für interessante Gespräche unter dem Bantaba. Fatou ist eine begnadete Rednerin und somit erfuhr ich vieles über das Leben und die Gegebenheiten in Gambia. Danke Fatou!
Bei der Zahnuntersuchung
Fatou Banja (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Ende Februar fuhren Ute und ich wieder einmal nach Manjai um Mandy Günther, ebenfalls ein RDI Mitglied und außerdem eine Freundin und Arbeitskollegin in Deutschland, vom Flughafen in Banjul abzuholen. Als Begrüßungsüberraschung hatten wir einen Ausflug nach Janjan Bureh ins Buschcamp geplant. Wir erlebten dort ein spektakuläres Wochenende mit einer unvergesslichen Bootsfahrt auf dem Gambiariver. Wir konnten Affen aus nächster Nähe und Hippos aus der Ferne sehen und zwei Nächte unter freiem Himmel auf einem Boot übernachten. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, Urlaub zu haben. Ein gelungenes Mädelswochenende!
Wochenendausflug Janjan Bureh (Quelle: Mandy Günther, 2018)
Nach Utes Abreise zogen wieder Handwerker in die Nachbarlodge ein. Der Müllverbrennungsofen des HC war schon recht in die Jahre gekommen und musste dringend renoviert werden. Außerdem gab es schon große Pläne für ein neues Angestelltenwohnhaus. Hierfür waren noch einige Vermessungen und Berechnungen der Handwerker von Nöten. Und ganz nebenbei wurde der Ofen neu verputzt und mit neu gefertigten Eisentüren bestückt. Giddo hatte die Aufgabe, diesen noch einige Tage lang zu wässern, damit der Putz bei den Temperaturen (ca. 40°C) nicht reißt. Doch nach einer Woche konnten wir ihn das erste Mal wieder benutzen. Danke Pap!
Der Ofen vorher und nachher (Quelle: Giddo Bah, 2018)
Die letzten Tage in Buniadu vergingen wie im Flug und mir wurde langsam ganz mulmig. Eigentlich hätte ich noch einige Zeit bleiben wollen. Die Menschen dort sind mir in diesen drei Monaten sehr ans Herz gewachsen. Ich bin nachhaltig beeindruckt, wie sie unter den so einfachen Bedingungen, scheinbar glücklich leben. Ich bewundere ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Sie haben immer ein Lächeln und ein paar freundliche Worte auf den Lippen und ich bin ihnen von Herzen dankbar, dass sie mich so selbstverständlich in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben.
Abschiedsfest an der Lodge mit dem Team des Health Centers (Quelle: eigene Fotos, 2018)
Mandy und ich hatten zum Schluss noch ein paar Tage in Manjai geplant. Dort trafen wir auch wieder auf Kevin, den Freiwilligen von Jahaly. Gemeinsam mit ihm und der neu angereisten Praktikantin Lilith verbrachten wir einige schöne Abende. Es ergab sich beim Erfahrungsaustausch die ein oder andere Idee für die Zusammenarbeit der beiden Health Center und vielleicht lässt sich davon sogar etwas umsetzen…
Abschiedsabend mit Mandy, Kevin und Lilith (Quelle: Mandy Günther, 2018)
Am 22.März war es dann soweit, ich musste mich nun verabschieden, jedoch stand fest, es wird ganz sicher bald ein Wiedersehen geben!
(Quelle: Mandy Günther, 2018)
Ich hatte eine großartige Zeit in Gambia, mit vielen Erfahrungen, Eindrücken und Erkenntnissen. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mich bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützt haben, ganz besonders bei meiner Familie!
Aufenthalt in Buniadu vom 19.2.-7.3.2018 Bericht von Ute Noherr
Am Montag den 19.2.18 bin ich zum 3. Mal nach Gambia geflogen. Meine ersten Aufenthalte waren 2010 alleine und 2011 mit meinem Mann und 2 Freunden( siehe auch Bericht 4/2011) Es hat sich seither viel getan. Das Health Centre ist umgebaut und gefliest. Es wird jetzt von gambischen Krankenschwestern geleitet. Und der Kindergarten nebenan wird nun von RDI finanziert.
Es ist toll was hier alles geleistet wurde und es geht ja noch lange weiter. Denn es gibt immer neue Aufgaben zu bewältigen und die Bevölkerung ist RDI sehr dankbar für alles, das hört man immer wieder von den Menschen vor Ort. Da Caro Graf schon seit Jan. im Health Centre mitarbeitet , hatte ich diesmal die Aufgaben:
Die Angestellten mit neuer Arbeitskleidung auszustatten, sprich den Schneider zu bestellen, den Stoff zu kaufen etc. Im Kindergarten einen Mangobaum pflanzen, damit die Kinder Schatten bekommen , Den Kindergarten schön bemalen und schauen was noch fehlt. Am 2. Tag habe ich sogar ein bisschen unterrichtet, da Aminata (die Erzieherin) immer mit je 5 Kindern zur Dentistin ging um nach den Zähnen schauen zu lassen. Diese war an diesem Tag im Health Centre.
Ismaela pflanzt den Mangobaum
Giddo beim Schneider
Aminata zeigt mir wie man in Gambia unterrichtet
Wir hatten auch viel Spaß
Es waren für mich neue Erfahrungen in Gambia etwas zu organisieren und einzukaufen. Das geht nicht so einfach wie in Deutschland. Vieles bekommt man nur auf der Südbank, das heißt man muss jedesmal mit der Fähre rüberfahren und das bedeutet manchmal stundenlanges Anstehen bis die nächste Fähre kommt.
Mit Hilfe von den Angestellten ging das alles aber sehr gut. Auch von den Angestellten im Büro der Projekthilfe in Manjai Kunda hatte ich große Unterstützung sei es beim Fahren oder beim Einkaufen.
Die Krankenschwestern freuen sich nun über neue Uniformen, das Kindergartenteam hat fleißig beim Anmalen des Kindergartens geholfen und Ismaela (ist im Elternrat und ist Gärtner) hat den Baum gepflanzt mit einer tollen einfachen Bewässerung (großer Kanister mit kleinem Loch drin).
Auch hat es mich sehr gefreut das Gibril (ein Junge der in Deutschland 2010 durch Hilfe von RDI am Knie operiert wurde und somit sein Bein behalten konnte) auch mitgeholfen hat und RDI immer noch sehr dankbar für die damalige Hilfe ist.
die Erzieherinnen helfen in ihrer Freizeit
Gibril auch
Mandy und ich haben dann noch die Inventur von den Medikamenten gemacht.
Meine alten Freunde habe ich besucht und viele neue sehr liebenswerte Menschen kennengelernt.
Ich arbeitete 2,5 Wochen mit Caro und 1 Woche noch mit Mandy zusammen. Wir waren ein super Team und haben uns gut verstanden und ergänzt.
Auch in unserer Freizeit hatten wir viel Spaß.
beim Fußball mit Gibril
Ausflugnach Janjanburay(Übernachtung auf dem Boot)
Caro im Garten von Ismaela
Bootstour mit Gibril und seinem Bruder
Blödsinn beim Kindergarten anmalen
Schweren Herzens bin ich wieder nach Deutschland zurückgeflogen, denn es gibt noch viel zutun.
Die Erfahrungen dort prägen einen für lange Zeit und ich danke RDI e.V. das ich dort sein durfte.