Riverboat-News Nr. 15

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

spätestens seit wir vor einigen Tagen am frühen Morgen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt schon einmal ein wenig gefroren haben wissen wir, dass uns jetzt der Winter mit viel Kälte bevorsteht. Zur gleichen Zeit warten drei Vereinsmitglieder in Gambia zusammen mit den Einheimischen sehnsüchtig darauf, dass der Winter endlich kommt, weil die Temperaturen dann auf angenehme Werte zwischen 20 und 30 Grad zurückgehen werden. Aber unsere vor Ort tätigen Freiwilligen sind trotz zur Zeit noch sehr hohen Temperaturen guter Dinge und motiviert, Gesundheitsstation und Kindergarten zu unterstützen.

Mitgliederversammlung und Benefizkonzert in Bremen

Es war ein intensives und anstrengendes Wochenende für die Aktiven der Riverboat-Doctors. Am Samstag, den 4.11. waren alle Vereinsmitglieder eingeladen zur jährlichen Mitgliederversammlung. Zwei Dutzend Mitglieder kamen dann auch, teilweise von weit her. Da unser 1. Vorsitzender, Christian Göken, gerade erst wieder aus Gambia nach Hause gekommen war, konnte er natürlich ganz aktuell über die Situation vor Ort berichen ( Vereinsmitglieder haben bereits das Protokoll der Versammlung erhalten). Da viele, vor allem die von weiter angereisten Mitglieder, sich lange nicht gesehen hatten, wurde es für manche dann noch ein langer Abend.
Am darauf folgenden Sonntag fand unser nun schon fast als traditionell zu bezeichnendes „Bockhorner Chorkonzert für Afrika“ statt, dieses Mal mit dem Schwaneweder Chor „good news“, der unter der Leitung von Rafael Olabisi afrikanische Spirituals und Gospels mit Gänsehauteffekt sang. Am Ende des Nachmittegs waren Mitwirkende, Zuhörer und auch unsere Spendendosen höchst zufrieden.

Neue Homepage online

Endlich ist es so weit. Nach wochenlangem Austausch von Ideen und Entwürfen konnte unsere komplett neu gestaltete Hompage Mitte Oktober an den Start gehen. Dank moderner Gestaltung ist sie nun auch auf mobilen Geräten abrufbar. Und die Adresse ist nach wie vor: www.rdi-ev.de Ein Besuch lohnt sich.
Situation des Kindergartens in Buniadu noch desolater als bisher bekannt

Nach den Informationen, die wir durch unser in Gambia arbeitendes Vereinsmitglied erhalten haben, ist es eigentlich ein Wunder, dass der Kindergarten und vor allem seine Leiterin, Aminata Sonko, überhaupt so lange durchhalten konnten. So betrug das Gehalt für die Leitung bis Mitte des Jahres gerade mal etwas mehr als 35 €, was kaum für die Fahrten mit dem Buschtaxi vom Wohnort zur Arbeitsstelle und zurück reicht. Am Nachmittag fuhr Aminata dann oft noch zu den Schulen in anderen Dörfern, um dort Materialien für die Kinder zu erbetteln. Eine Schulspeisung findet schon lange nicht mehr statt (früher spendierte die holländische Stiftung pro Monat einen Sack Reis und eine große Flasche Palmöl, Gemüse mussten die Kinder mitbringen). In den Räumen gibt es keine Tafeln, nichts, um irgendetwas an den Wänden zu befestigen. Die Tische und Bänke sind zum Teil so marode, dass erhöhte Verletzungsgefahr besteht.
Aminata Sonko, Leiterin des Kindergartens

Das ganze Dorf hilft mit bei der Renovierung des Kindergartens

Kaum war die erste Spende von RDI e.V., drei Wassereimer und 80 Trinkbecher, sowie erste Malstifte und Papier, im Kindergarten verteilt worden, kamen die Eltern und andere Dorfbewohner, um jetzt, wo es aufwärts geht mit dem Kindergarten, ihre Hilfe anzubieten. So wurde der gesamte Wildwuchs entfernt, ein kleines Fußballfeld angelegt, alte Spielgeräte entsorgt oder neu angestrichen. Ein Schatten spendender Unterstand im Außengelände wurde aus Flechtmatten errichtet.
Über den Jahreswechsel bleibt der Kindergarten geschlossen. Dann wird er ein neues Dach erhalten so wie Fenster, die bei Regen geschlossen werden können. Außerdem wird der Putz der Wände ausgebessert, und ein neuer Anstrich wird hier ebenso erfolgen wie für die Außenwände unserer Gesundheitsstation.
In Deutschland zeichnen sich erste Sachspenden für die Ausstattung ab, so dass im kommenden Jahr wohl mal wieder ein Container auf die Reise nach Gambia gehen wird ( den letzten haben wir 2014 verschifft ).

Zum Schluss

bleibt mir nur, Sie um Verständnis dafür zu bitten, dass dieser Newsletter sehr stark „kindergartenlastig“ daher kommt. Die daraus abzulesende gute Nachricht lautet ganz schlicht und einfach: die Gesundheitsstation läuft.

Mit den besten Wünschen für den Vorstand
Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 14 August 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

während hier der Sommer relativ feucht daher kommt, schüttet der Himmel über Gambia unvorstellbare Mengen an Wasser auf die Erde herunter. Mit anderen Worten, in Westafrika ist Regenzeit mit der damit verbundenen extremen Belastung für Mensch und Material. So ist schon jetzt absehbar, dass nach Ende der Regenzeit eine Renovierung der Außenanlagen der Gesundheitsstation fällig wird.
Aber trotz Regenzeit geht die Entwicklung unseres Projektes mit manchmal entnervender Langsamkeit und manchmal atemberaubender Geschwindigkeit weiter.

Team der Gesundheitsstation jetzt vollständig

Mit der bevorstehenden Einstellung einer zweiten Krankenschwester und im Gegenzug Entlassung einiger Hilfskräfte ist das Team der Gesundheitsstation jetzt der Größe der Station und dem Umfang der anfallenden Arbeit entsprechend zusammengestellt und besteht aus zwei Krankenschwestern, drei Hilfsschwestern, einem Fahrer für den Krankenwagen, der gleichzeitig auch für die Pflege der Solaranlage und des Außengeländes zuständig ist, einer Reinigungskraft und einem Nachtwächter.
Alle Angestellten haben erstmals ordnungsgemäße Arbeitsverträge erhalten und wurden bei der Sozialversicherung angemeldet. Die Angestellten in Gambia zahlen 5 % von ihrem Gehalt in die staatliche Sozialversicherung ein, der Arbeitgeber weitere 10 % des Gehalts. Sobald alle unsere Angestellten Ausweispapiere beibringen können, sollen bei der Bank in Barra Konten eröffnet werden, damit der lästige Transport von Bargeld am Ende eines jeden Monats entfällt.

Das Team der Gesundheitsstation Bunidu im August 2017 mit Christian und Jacqueline

Kindergarten und Vorschule Buniadu von RDI e.V. betrieben

Wie im letzten Newsletter bereits angekündigt, hat der Verein zum 1. August den Betrieb des Kindergartens und der Vorschule übernommen. Dank einer äußerst großzügigen Einzelspende werden wir in der Lage sein, auch hier die längst überfällige Renovierung durchzuführen und für die Bereitstellung von Material zu sorgen. Sollte die eine Leserin oder der andere Leser dieses Newsletters eine Möglichkeit sehen, uns bei der Beschaffung behilflich zu sein, so möge er/sie sich bitte bei uns melden, vor allem Lernspielzeug in allen Varianten wird dringend benötigt.

Gespräche mit dem Gesundheitsministerium angelaufen

Unsere Arbeit in und für Buniadu findet ja innerhalb des gambischen Gesundheitssystems statt. Um hier Möglichkeiten für zukünftige Modelle auszuloten, fanden mehrere Gespräche mit dem gambischen Gesundheitsministerium statt. Die Zahl der übrigen Meetings mit Mitarbeitern, Dorfkomitee, dem Management des lokalen Partnervereins, dem Lions Club Gambia, lokalen Sponsoren etc. bescherte Christian und Jacqueline zwei arbeitsreiche Wochen in Gambia.

von links:, Charles Mbye, Chairman Project Aid the Gambia, Saffie Lowe Ceesay, Gesundheitsministerin, Christian Göken, Vorstand RDI e.V., Matthias Ketteler, Vorstand Projekthilfe Gambia e.V., Janko Jawneh, Staatssekretär, Jacqueline Wildrich, RDI-Mitglied

Homepage wird überarbeitet

Im Zuge eines Anbieterwechsels wird eine längst überfällige Überarbeitung unserer Homepage erfolgen, die dadurch vielleicht vorübergehend nicht in der gewohnten Weise erreichbar sein wird.

1. Bremerhavener Afrikafestival mit RDI – Informationsstand

Im Rahmen des ersten von der Gruppe Yankadi-Ba veranstalteten Afrikafestivals in Bremerhaven konnte der Verein sich an einem Informationsstand wieder vielen Interessenten präsentieren. Außerdem wurden über 250 Bastelsets verteilt, aus denen Kinder ein kleines Korkboot basteln konnten, während die Erwachsenen sich die in den Tüten befindlichen Informationen über die Arbeit des Vereins in Gambia anschauen konnten. Ein Dank nochmals an Janne Rosebrock, die Entwicklerin dieser Kampagne von der Kunstschule Wandsbeck.

„Leinen los“-Kampagne mit Bootchen basteln — Afrika-Festival — Vereinsmitglieder Marion, Jürgen und Christian informieren Interessenten über den Verein

Gooding-Prämien haben 100 Euro-Marke überschritten

Inzwischen haben meine wiederholten Aufrufe, beim Einkauf im Internet diesen Einkauf über www.gooding.de zu tätigen und unseren Verein als Empfänger für die vom Internet-shop gezahlte Prämie auszuwählen, doch etwas Erfolg gehabt, inzwischen haben 19 Förderer knapp 110 € an Prämien durch ihren Einkauf gesammelt. Allen gooding-Nutzern herzlichen Dank und an alle übrigen die Bitte, es doch einmal zu versuchen, statt zu ebay, expedia, booking etc. direkt zu gehen.

Zum Schluss

bleibt mir nur, vorsorglich schon jetzt auf unsere jährliche Mitgliederversammlung hinzuweisen, die voraussichtlich am 4.11.2017 stattfinden wird. Die offizielle Einladung wird wie immer rechtzeitig erfolgen und es wird sicherlich interessante Berichte geben nach einem Jahr Arbeit der Gesundheitsstation unter afrikanischer Leitung.
Wir hoffen auf viele Teilnehmer.

Für den Vorstand
Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 13 Mai 2017

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

inzwischen sind drei Monate vergangen seit der Wiedereröffnung der Gesundheitsstation in Buniadu, und der Betrieb läuft routiniert und zur allseitigen Zufriedenheit. Nun sehen alle in gespannter Erwartung der Regenzeit entgegen, denn dann wird das Team extrem gefordert sein durch die zahlreichen Malaria-Erkrankungen.
Durch regelmäßigen Kontakt mit unserem Manager und die zeitnahe Übermittlung sämtlicher Kassenbuch- und Bankdaten per Internet hat die Transparenz zwischen dem afrikanischen und dem deutschen Teil unserer Vereinsarbeit ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht.

Schulung für die Mitarbeiter des Health Center in „Buschklinik“

In Gruppen von je zwei Teilnehmern hat die Klinik der Projekthilfe Gambia in Jahaly unsere Mitarbeiter jeweils drei Wochen lang geschult. Alle sind mit frischen Eindrücken und dem Willen, das Erlernte in Buniadu umzusetzen, zurückgekehrt. Wir danken der Projekthilfe und dem Team in Jahaly für diese Unterstützung. Außerdem hat bereits im März Herr Dr. Hasan Azadeh unsere Mitarbeiter einen ganzen Sonntag lang unterrichtet, wobei auch die Geselligkeit und gutes Essen für einen Lernerfolg sorgten. Auch ihm herzlichen Dank dafür. Ab Mitte des Jahres erwarten wir dann auch wieder deutsche Ärzte zur Mithilfe. Dabei wird es auch für diese Kollegen weniger um die Behandlung von möglichst vielen Patienten, sondern mehr um die Schulung der Krankenschwestern gehen,
denn diese müssen auch in Zukunft die medizinische Versorgung sicher stellen.

Grundstücke werden RDI überschrieben

Nach einigen Gesprächen zwischen dem RDI-Vorstand und unserem Projektmanager Mr. Famara Fatty einerseits und dem Dorfkomitee andererseits ist es jetzt so weit, dass alle notwendigen Papiere beschafft und mit den entsprechenden Stempeln versehen sind, so dass das Grundstück des Health Centers und das des daneben gelegenen Kindergartens im Grundbuch von Gambia für den Verein eingetragen werden können. Dies erscheint uns eine wesentliche Voraussetzung vor weiteren Investitionen zu sein.

Holländische Stiftung beendet Förderung des Kindergartens in Buniadu

Neben dem Health Center Buniadu befindet sich der Kindergarten für das Dorf. Beide Gebäude wurden vor etwa 25 Jahren von einer holländischen Stiftung errichtet. Während diese Stiftung sich nie in der Lage gesehen hat, das Gesundheitszentrum zu betreiben, hat sie jedoch bis heute den Kindergarten unterstützt, zuletzt allerdings nur noch die Gehälter der beiden Betreuerinnen
bezahlt. So sind die Räume in desolatem Zustand, Spiel- und Lernmaterial ist nicht vorhanden.
Jetzt hat das Dorf uns mitgeteilt, dass diese holländische Stiftung Ende Juli ihre Förderung komplett einstellt, und hat RDI e.V. gebeten, hier einzuspringen. Dies stellt natürlich eine
zusätzliche finanzielle Belastung dar, aber RDI e.V. sollte versuchen, die Kinder von Buniadu nicht im Stich zulassen. Vielleicht findet sicheine Patenschaft mit einem deutschen Kindergarten.

Studenten entwickeln „Marketing-Konzept“ für RDI-e.V.

Wieder einmal haben sich die Studenten der „Kunstschule Wandsbek“ umfangreich mit unserem Verein beschäftigt. Im Unterrichtsfach „social-marketing“ hatten die Studierenden des 5. Semesters die Aufgabe, ein Kampagnen- und Kommunikationskonzept zu entwerfen, das den Bekanntheitsgrad von RDI-e.V. erhöhen und dem Verein neue potentielle Spender zuführen soll. Die Ergebnisse
sind umwerfend. Von der zum Comic verarbeiteten Vereinsgeschichte über ein internet-basiertes Spiel mit Beziehung zu uns bis hin zum Afrikafestival wurden elf überzeugende Konzepte vorgestellt. Das eine oder andere wird sich bestimmt in naher Zukunft verwirklichen lassen.

Zum Schluss

bleibt mir nur, Ihnen einen schönen Sommer und ggf. eine erholsame Urlaubsreise zu wünschen. Und wenn Sie eine Gelegenheit sehen, Gesundheitsstation und Kindergarten in Buniadu zu unterstützen, bitte zögern Sie nicht.

Für den Vorstand
Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 12 März 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

die Euphorie, die den RDI-Vorstand derzeit erfasst hat, hängt weniger mit dem sich ankündigenden Frühling zusammen als mit den Entwicklungen in Gambia. Am Anfang dieses Jahres hat es Gambia ja sogar geschafft, in den deutschen Nachrichten erwähnt zu werden, und wer sich über BBC-Africa und andere Medien im Internet auf dem Laufenden hielt, sah Panzer durch Banjul rollen. Aber jetzt ist alles gut, kein einziger Schuss ist gefallen, der alte Präsident hat das Land verlassen, der neu gewählte (!) ist im Amt, und die Stimmung in Gambia ist gelockert, fröhlich und optimistisch, wie wir schon gleich am Flughafen erfahren konnten.

Health Center Buniadu arbeitet wieder

Wie geplant konnte das Health Center am 1. Februar seine Tore wieder öffnen. Geleitet wird der Sprechstundenbetrieb nun von Ramatoulie Sandykhan, einer gambischen „village-nurse and midwife“, was bedeutet, dass sie den höchsten in Gambia möglichen Ausbildungsgrad erreicht hat und berechtigt ist, nicht nur als Krankenschwester, sondern auch als Hebamme zu arbeiten. Ramatoulie lebt jetzt im Haus der früheren Projektleitung zusammen mit ihrem kleinen Sohn und der Großmutter zur Betreuung des Kindes während ihrer Arbeitszeiten.
Der Lagerraum wurde inzwischen von abgelaufenen Medikamenten und ähnlichem befreit und mit einem Grundstock an Basis-Medikamenten bestückt. Die Ausgabe dieser Medikamente wird streng überwacht, in die dazu erforderlichen Listen mussten unsere afrikanischen Mitarbeiter erst eingeführt werden. Diese Einführung wird auch derzeit noch durch eine deutsche Krankenschwester, die als Freiwillige für RDI in Gambia arbeitet, fortgeführt. Außerdem befinden sich derzeit zwei unserer Hilfskrankenschwestern für drei Wochen zur Schulung im Health Center Jahali der Projekthilfe Gambia. Nach deren Rückkehr werden zwei weitere Mitarbeiterinnen folgen.

Die Patientenzahlen sind im Moment noch moderat, was gut für Teambildung und das Einüben von Arbeitsabläufen ist. Hier erhielten unsere Mitarbeiter auch schon tatkräftige Unterstützung durch den Besuch von zwei Ärzten aus dem Verein „Ärztecamp International e.V.“, die auch erfreulicherweise wie im vergangenen Jahr einen Zuschuss zu den Medikamentenkosten mitbrachten.

Weitere Spenden verteilt

Bei der Sichtung der in den drei 20-Fuß-Containern gelagerten Materialien fielen uns diverse Dinge ins Auge, die im Health-Center Buniadu auch in Zukunft nicht gebraucht werden. Zwei hochwertige, für Lehr- und Forschungszwecke geeignete Mikroskope wurden Herrn Dr. Hassan Asadeh für das Royal-Victoria-Teaching-Hospital übergeben, eine aufblasbare Rettungsmatratze und diverse orthopädische Hilfsmittel gingen an das nahe gelegene Krankenhaus Essau, acht kleine Roller und Hunderte Buntstifte an den benachbarten Kindergarten. Zahlreich vorhandenes überschüssiges Werkzeug wird nach Manjai Kunda zum Sitz unserer Pantner-NGO „Project Aid the Gambia“ gebracht, nachdem für das Health-Center eine übersichtliche Auswahl getroffen und im Batteriehaus gelagert wurde. Die dort vorhandene regelmäßig die Solaranlage überlastende Waschmaschine wurde verschenkt, unsere Angestellten werden in Zukunft die Wäsche von Hand waschen, wie überall üblich. Der alte, seit fast zehn Jahren nicht mehr reparierbare Generator wurde dem Dorfkomitee geschenkt und befindet sich zur Zeit wohl in Banjul, wo er angeblich doch noch repariert werden kann.

Zum Schluss bitte einkaufen !

Es gibt tatsächlich eine einfache Möglichkeit, den Verein finanziell zu unterstützen, ohne selbst etwas zu spenden. Und das geht so:
Bitte besuchen Sie vor Ihrem nächsten Einkauf im Internet www.gooding.de und entscheiden Sie sich für einen von über 1500 Online-Shops (e-bay, Thalia, Jacko-o, media markt und viele andere).
Im Anschluss wählen Sie Riverboat-Doctors-International e.V. als begünstigten Verein aus, der vom Onlineshop eine Prämie von durchschnittlich 5% des Einkaufswertes erhält.
Jetzt beginnen Sie ganz normal Ihren Einkauf. Die Einkäufe kosten Sie nicht einen Cent mehr. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Bitte probieren Sie es aus! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Einkaufen !

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 11 Januar 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

der Jahreswechsel ist traditionell prädestiniert für Rück- und Ausblicke. Deshalb will ich es auch wieder so halten wie vor einem Jahr, als ich in den News Nr. 6 einen Rückblick auf das Jahr 2015 aus der Sicht der Projektleiterin Heike Tautz gegeben habe. Kursiv geschrieben sind hier jetzt die Passagen, die direkt aus den Berichten von Heike übernommen wurden, der Rest ist ergänzt.

Jahresrückblick 2016

Im Januar waren Irmgard und Helge als Freiwillige in Buniadu. Irmgard hat sich um die Laborausstattung / Laboreinrichtung bemüht, hat dafür alle Container aufgeräumt und die vorhandenen Labormaterialien zusammengesucht.
Helge hat 2 Workshops für Mathematik für unsere Mitarbeiter gegeben, welche von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurden. Diese Workshops wurden jeweils am Wochenende angeboten, also in der Freizeit unserer Mitarbeiter.
Unsere kleine Teneng Njie geb. 09.09.2015 sie wog am 11.11 nur 2,1kg, hat inzwischen die 5 kg Marke überschritten. Im Januar war „Namesgiving“ (Taufe) von Teneng und alle Mitarbeiter des HCs waren eingeladen. Das Dorf liegt ca. 15km von Buniadu entfernt. Bei der Zeremonie wurde das HC Buniadu lobend erwähnt und allen wurde für die Mühe um Tenengs Gesundheit gedankt. Inzwischen hat Teneng von unseren Mitarbeitern den Namen Teneng – Buniadu erhalten und ist der Liebling aller.
Im Februar waren Doris und Hendrike als Freiwillige in Buniadu. Doris unterstützte als ausgebildete Krankenschwester das Team bei der Versorgung der Patienten im Health Center. Hendrike, Pressefachfrau, machte viele Fotos für eine Reportage und half tatkräftig bei den Kochkursen für die Mütter untergewichtiger Kinder.
Im Februar waren dann die Freiwilligenunterkünfte bis an die Grenze ihrer Kapazität ausgebucht.
Janosch war bereits im November für 3 Wochen bei uns im Einsatz. Im Februar reiste er für einen erneuten Einsatz von 3 Monaten an. Im Gepäck hatte er 1200€ für die Erneuerung des Daches der Wartehalle im Health Center. Die Spende von 1200€ hatte sich Janosch durch diverse Arbeiten in Bremen verdient. Janosch unterstützte Heiner bei diversen Bau – und Reparaturarbeiten.
Ende Februar besuchten uns Markus und sein Kollege Guido, Kinderarzt aus München um sich ein persönliches Bild von der RDI Arbeit in Buniadu zu machen. Gleich bei ihrer Ankunft überreichten sie eine Spende von 800 € des Vereins Ärztecamp International e.V. für den Einkauf von Medikamenten.

Ein schwerer Verkehrsunfall … bei einem Buschtaxi mit ca. 20 Fahrgästen versagte die Lenkung. Er prallte zuerst gegen einen Baum, überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Ein Fahrgast starb an Ort und Stelle. Ein Kind, welches am Unfallort spielte, kam  unter das Buschtaxi und starb. Später starb noch ein weiteres Unfallopfer. Mit dem RTW brachte Heiner, zusammen mit Markus und Guido sechs Unfallopfer zum Krankenhaus in Essau. Dort halfen unsere beiden Ärzte gleich bei der Erstversorgung.
In Absprache mit dem Dorf-Komitee und Markus wurde Landing Sanneh entlassen. Landing hatte sich auch nach mehrmonatiger Einarbeitung nicht als künftiger qualifizierter Health Center Manager bewiesen.
Auf Grund der finanziell angespannten Lage des Vereins, wurde im März in Absprache mit dem RDI Vorstand, dem RDI Health Center Komitee und dem Dorf Entwicklung Komitee (VDC) beschlossen, ab April 2016 die Medikamente für unsere Patienten zum Einkaufspreis abzugeben. Ebenso wurde der tägliche Preis für „Tickets“ von 5 Dalasi auf 10 Dalasi angehoben. Für jede Wundbehandlung zahlen die Patienten künftig 15 Dalasi zusätzlich.
Um dieses Vorhaben umzusetzen bedurfte es einiger Vorberei-tungen und Organi-sation. Die Apotheke befindet sich jetzt im Lagerraum, an der Tür zur Wartehalle. In die Tür wurde eine „Klappe“ zur Medika-mentenabgabe und zur Entgegennahme des Geldes eingebaut. Dies erforderte eine große Umstellung für das ganze Team. Abby, sie ist in Mathematik die Beste, hat zusammen mit Heiner die Apotheke und die Kostenabrechnung für die Wundbehandlungen übernommen. Somit fehlte eine Mitarbeiterin in den Behandlungen. Die Buchführung machte Anfangs etwas Probleme, weil einige Patienten nicht genug Geld dabei hatten. Die ersten Tage gab es natürlich unter den Patienten auch einige Diskussionen, doch unsere Mitarbeiter erklärten jeden Patienten mit viel Einfühlungsvermögen auf. Gegen Ende des Monats gab es keine Unstimmigkeiten mehr.
Natürlich haben wir auch Patienten Medikamente gegeben, die an dem Tag kein oder zu wenig Geld mitbrachten und eigentlich hatten wir dieses Geld abgeschrieben. Doch da wurden wir sehr positiv überrascht, denn die allermeisten Patienten brachten den Restbetrag tatsächlich später vorbei.
Vom 20.April bis zum 06.Mai wurde das Health Center geschlossen. In dieser Zeit wurde das Dach der Wartehalle erneuert. Damit die Wartehalle besser belüftet wird wurde das neue Dach um 20cm erhöht. Jedoch haben wir montags, mittwochs und freitags bei Patienten mit Wunden, Verbände erneuert und schwer kranke Patienten weiterhin behandelt.
Ohne einheimische Handwerker geht es nicht – Erneuerung des Wartehallendaches

Den gesamten Juni bis Mitte Juli verbrachten Heike und Heiner in Deutschland, um ihren verdienten Erholungsurlaub zu Hause zu verbringen, ab Mitte Juli zum Beginn der Regenzeit nahmen sie dann die Arbeit im Health Center wieder auf.

Zu schaffen machte allen die zunehmende Luftfeuchtigkeit. Ab ca. 14.00Uhr ist kaum noch jemand in der Lage sich ordentlich zu konzentrieren … jeder läuft mit einem „Schweißtuch „ herum und die Dienstkleidung klebt auf der Haut. Die gespendeten elektronischen Blutdruckgeräte und Fieberthermometer erleichterten die Arbeit sehr.
Vom Klima her war der August für uns alle nur schwer zu ertragen. Das Gras wuchs üppig. Um sich vor Schlangen und anderem unerwünschten Getier zu schützen, legen alle Dorfbewohner eine große grasfreie Schneise rund um ihre Unterkünfte an.
Zweimal waren so starke Regenstürme, dass vermutlich Wasser unter das Dach des Health Centers gedrückt wurde und für Kurzschlüsse sorgte woraufhin die Stromversorgung unterbrochen wurde. Erst nach einigen Tagen, vermutlich war das Wasser dann erst verdunstet, konnte Heiner die Anlage wieder in Betrieb nehmen.
Im September erhielten wir Unterstützung von Mitgliedern des Vereins Ärztecamp International e.V. (ÄCI). Neben Irmgard, die uns bereits im Januar mit ihrem Patner besucht hatte, waren auch Dorothea als Vorsitzende von ÄCI sowie Adelheid (Heidi) als Kinderärztin mit von der Partie. Im Gepäck hatten sie eine neue digitale und sehr hochwertige Babywaage, sowie ein Laborgerät zur schnellen Hämoglobinbe-stimmung. Am 03. Oktober sind die 3 Damen nach Banjul gefahren um als Zuwendung von ÄCI für umgerechnet 850€ Medikamente für das Gesundheits-zentrum einzukaufen.
Irmgard hatte sich bereits im Vorfeld auf die Schulung von Kindern zum Thema „Zähneputzen“ vorbereitet und brachte neben vielen Zahnbürsten auch Anschauungs-material mit. Außerdem konnte sie jede Menge Lese- und Sonnenbrillen verteilen.

Auch im Oktober waren wieder zwei Mitglieder des ÄCI in Buniadu aktiv. Die beiden Kinderärztinnen Annette und Caro hatten dabei nicht nur viele Kinder, sondern auch den mehr und mehr unter Schmerzen leidenden Heiner zu betreuen. Schließlich baten Heike und Heiner den Vorstand, sie wegen Heiners schlechtem Zustand vorzeitig nach Deutschland zurück zu holen.
Am 4. November traten sie dann ihren Heimflug an, und wenige Tage später erreichte den Vorstand auch eine Krankmeldung für Heike. Das Health Center blieb ab Anfang November geschlossen.
Im Dezember erfuhr der Verein dann schriftlich (für ein persönliches Gespräch standen Heike und Heiner Tautz nicht zur Verfügung), dass die Beiden nicht nach Gambia zurückkehren würden.
Bei den nun plötzlich und unerwartet notwendig werdenden Überlegungen für die Zukunft des Health Centers erhielten wir großartige Unterstützung durch den Vorstand des Vereins „Buschklinik e.V.“ Sofort nach Weihnachten flogen dann Christian und Olaf nach Gambia, um vor Ort zum einen Mitarbeiter und Bevölkerung zu informieren und zum anderen die Einsetzung eines neuen – jetzt afrikanischen – Managements vorzubereiten. Es gab mehrere sehr fruchtbare Gespräche mit dem Dorfkomitee und dem Team des Health Centers. Die Dorfbevölkerung war sehr froh über die Zusage, dass der Verein ihnen die Wiedereröffnung des Health Centers auch ohne die Mitarbeit von Familie Tautz fest zusichern konnte.
Im Zuge einer Bestandsaufnahme konnten viele in den Containern lagernde Sachspenden aus Deutschland endlich an die Dorfbevölkerung verteilt werden.

Ein vorsichtiger Blick auf 2017

Dank der wunderbaren Unterstützung, die der Verein in dieser schwierigen Lage erhielt, lautet die Planung wie folgt: Wiedereröffnung des Health Center ab Februar. Eingestellt wurde dafür eine gambische Krankenschwester, die uns über die NGO „project aid the Gambia“ vermittelt wurde. Die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit mit dieser NGO und ihrem deutschen Mutterverein „Buschklinik e.V.“ ist derzeit Inhalt intensiver Gespräche. Auch werden weiterhin hoffentlich viele europäische Freiwillige zur Unterstützung anreisen.

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Alle Vereinsmitglieder erhalten zusammen mit diesem Newsletter die Einladung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, auf der der Vorstand ausführlich über die anstehenden Veränderungen berichten wird.

Zum Schluss

bleibt mir nur, Heike und Heiner Tautz für ihre jahrelange, teils mühsame Arbeit für die Bevölkerung am Nordufer des Gambiaflusses zu danken und ihnen für ihre persönliche Zukunft alles Gute zu wünschen. Uns allen wünsche ich die Kraft, diese Arbeit fortzusetzen und stetig zu verbessern im Sinne einer nachhaltigen Hilfe für die wundervollen Menschen in Gambia.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 10 Dezember 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

vor ziemlich genau zwei Jahren haben wir den ersten Riverboat-Newsletter verschickt. Seither wechseln sich gute und schlechte Nachrichten kontinuierlich ab. Auch in diesem Newsletter werden gute und schlechte Entwicklungen zur Sprache kommen müssen.

Vereinsvorstand im Amt bestätigt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstandes an. Der gesamte Vorstand wurde für weitere zwei Jahre gewählt, so dass Kontinuität in der Vereinsarbeit gewährleistet ist. Alle Vereinsmitglieder erhalten zusammen mit diesem Newsletter das ausführliche Protokoll der Mitgliederversammlung.

Heike und Heiner Tautz erkrankungsbedingt in Deutschland

Anfang November erreichte uns die Nachricht, dass Heiner Tautz so schwer erkrankt war, dass auch die in Buniadu anwesenden deutschen Ärztinnen die möglichst baldige Rückholung nach Deutschland empfahlen. Dies konnte kurzfristig ermöglicht werden, und nun wünschen wir Heiner eine baldige Besserung seiner Beschwerden.

Weitere Vereinskooperationen

Neben der bisher recht erfolgreich verlaufenden Kooperation mit dem Münchener Verein „Ärztecamp International e.V.“ laufen nun auch Gespräche mit anderen in Gambia aktiven Vereinen, um durch die Bündelung von Ressourcen die Arbeit zum Wohle der Bevölkerung von Buniadu weiter zu stärken und zu verbessern.

Zum Schluss

dieses ausnahmsweise recht kurzen Newsletters wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. eine besinnliche Adventszeit, nicht ohne daran zu erinnern, dass nur durch Ihre Spenden unsere Arbeit ermöglicht wird.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 09 September 2016

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

Der Sommer zeigt sich gerade noch einmal von seiner besten Seite, doch riecht es bei uns manchmal schon nach Herbst. In Westafrika bedeutet das, die Regenzeit ist endlich vorbei, die Temperaturen werden bald wieder erträglicher und die von den Wassermassen der Regenzeit verursachten Schäden können behoben werden, leider sind es in diesem Jahr wieder allerhand Ecken, an denen Reparaturarbeiten dringend erforderlich sind.

Sommerpause in Buniadu beendet

Schon Anfang Juli haben Heike und Heiner Tautz ihren Deutschlandaufenthalt beendet und sind wieder in ihr afrikanisches Zuhause nach Buniadu zurückgekehrt. Über Mangel an Arbeit brauchten sie sich nicht zu beklagen. Leider war eines unserer größten Sorgenkinder, der 5-jährige Ebou in der Zwischenzeit verstorben.
Aber natürlich konnte Heike auch wieder von Erfolgen im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung berichten. An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass der aktuelle Monatsbericht aus Gambia immer zeitnah auf Facebook veröffentlicht wird.
Hier lässt sich dann auch nachlesen, welche Schäden der Regen wieder angerichtet hat. Vor allem die Dächer der Unterkünfte, sowohl für Heike und Heiner, als auch für die Freiwilligen, sind dringend erneuerungsbedürftig. Leider ist das in Gambia erhältliche Material so schlecht, dass bei der Erneuerung eines Daches schon absehbar ist, wann es wieder undicht sein wird.

Mitgliederversammlung am 22.10.2016

Natürlich werden alle Vereinsmitglieder noch rechtzeitig die offizielle Einladung inclusive Tagesordnung erhalten. Turnusmäßig stehen Vorstandswahlen an, und auch darüber hinaus gibt es einiges zu besprechen und zu entscheiden. Und wer noch kein Vereinsmitglied ist, aber gerne mitentscheiden möchte, den kann ich nur auf ein per Homepage erhältliches Formular mit Namen „Antrag auf Mitgliedschaft“ hinweisen.
Persönliche Unterstützung durch Mitarbeiter-Patenschaften

Vielleicht hat der eine oder andere Empfänger dieses Newsletters schon einmal daran gedacht, die Gesundheitsstation in Buniadu dauerhaft zu unterstützen? Hier schlagen wir einen Weg vor, der vielleicht wegen seines direkten persönlichen Bezuges Interesse wecken könnte:

Bei der Arbeit im health-center Buniadu lernen unsere Freiwilligen zwangsläufig unsere sympathischen afrikanischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennen. Aber auch unseren Freunden und Förderern, die nicht nach Gambia reisen, versuchen wir, unsere Mitarbeiter immer wieder vorzustellen. Vielleicht entsteht so das Interesse, zu einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter eine ganz besonders enge Beziehung aufbauen. Dann schlagen wir eine Patenschaft für diese Mitarbeiterin, bzw. diesen Mitarbeiter vor. Für die Verpflichtung, für eine bestimmte Zeit das Gehalt oder ein Teil des Gehaltes zu übernehmen, helfen wir dabei, den Kontakt zum „Patenkind“ aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Zur Information: die Monatsgehälter liegen zwischen 30 und 60 Euro.

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieser Vorschlag bei dem einen oder anderen Empfänger unseres Newsletters Interesse finden könnte. Für nähere Auskünfte stehen wir natürlich telefonisch zur Verfügung.

Drittes Bockhorner Chorkonzert für Afrika am 29.10.2016

In diesem Jahr konnten wir den „Lesummünder Gospelchor“, den Barbershop-Chor „Sugar’n Spice“ und die afrikanische Trommelgruppe „Yankadi-Ba“ für die Gestaltung unseres Benefiz-Konzerts gewinnen. Veranstaltungsort wird wie in den letzten Jahren wieder die Kirche Bockhorn im Himmelskamp sein. Wir hoffen auf zahlreiche Besucher und reichliche Spenden.

Gemeinnützigkeit des Vereins vom Finanzamt bestätigt

Nach eingehender Prüfung der eingereichten Unterlagen aus den Jahren 2013 bis 2015 hat das Finanzamt Delmenhorst dem Verein RDI e.V. weiterhin die Gemeinnützigkeit bescheinigt

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. einen sonnigen Herbst und vielleicht ein paar zündende Ideen für weitere Unterstützung.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 08 Juni 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

im Süden regnet es ohne Unterlass, der Norden hat schönes Sommerwetter, da werden vielen sagen, das sei eine verkehrte Welt. Und auch wenn man erzählt, dass da zwei Leute von Westafrika nach Norddeutschland fliegen, um Urlaub zu machen, könnte man von verkehrter Welt reden.

Heike und Heiner Tautz zum Urlaub in Deutschland

Seit Ende Mai erholen sich Heike und Heiner Tautz von dem anstrengenden letzten Jahr in Gambia mit Wiedereröffnung des health-center und mehr Patienten denn je. Aus diesem Anlass gab es am 1.6.16 in Ganderkesee ein Treffen mit einigen ehemaligen freiwilligen Helfern. Fragen wie „was ist eigentlich aus … geworden?“ machten die Runde, und am Ende eines harmonischen Abends dachte und sagte manch einer: „Ich will da auch mal wieder hin!“

Homepage frisch renoviert

Wer lange unsere Vereins-homepage nicht mehr besucht hat, wird sie vermutlich kaum wieder erkennen. Unser Webmaster hat sich selbst übertroffen und die Seite ordentlich aufgefrischt. Neben dem notwendigen Formularkram und neben den schon länger bestehenden Foto- und Zeitungsarchiven finden sich jetzt auch Fotos unserer Mitarbeiter in Buniadu sowie einige Hinweise zu den dort behandelten Patienten. Außerdem ist über die homepage ebenso wie auf facebook jetzt jederzeit der aktuelle Monatsbericht unserer Projektleitung aus Gambia zu lesen ( nur für Juni wird es wohl keinen geben, es sei denn Heike schreibt über ihren Jahresurlaub ).

Dach der Wartehalle erneuert

Wie angekündigt wurde im April das marode Dach der Wartehalle erneuert und gleichzeitig um etwa 20 cm angehoben, was zu einer deutlichen Verbesserung der Luftzirkulation führte.

Spendedosenaktion bringt viel Kleingeld

Seit einigen Monaten stehen nun an verschiedenen Plätzen wie Arztpraxis, Tankstelle, Frisör etc. unsere Spendendosen. Bei den Leerungen fällt immer viel Kleingeld an, aber zusammengerechnet konnten insgesamt schon über 300 Euro auf das RDI-Konto überwiesen werden. Deshalb: sollte jemand eine Idee haben, wo man noch eine solche Spendendose zusammen mit einem kleinen Poster und einem Aufsteller mit Flyern postieren könnte, bitte Kontakt mit dem RDI-Vorstand aufnehmen, wir schicken dann gerne alles zu.

Mitgliederversammlung Ende Oktober

Bitte vormerken: Ende Oktober (22. oder 29.10.) findet unsere jährliche Mitglieder-versammlung statt, der genaue Termin wird baldmöglichst bekannt gegeben. In diesem Jahr stehen auch wieder turnusmäßig die Vorstandswahlen an. Die Mitglieder, die von weiter weg anreisen, bitten wir, sich frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir uns um die Unterkunft kümmern können. Und für diejenigen, die noch kein Vereinsmitglied sind, aber trotzdem mitreden und mitbestimmen möchten, habe ich noch als heißen Tipp ein Formular auf unserer homepage bereit, das nennt sich „Antrag auf Mitgliedschaft“

Stadtfest in Erbach

Noch ein Termin: am 7.8.2016 findet das Erbacher Stadtfest statt, und da werden an einem Stand tolle Sachen zugunsten von RDI verkauft. Auch auf jeden Fall eine Reise wert.

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. einen tollen Sommer mit viel Sonne und Erholung. Und nicht vergessen: wenn irgendwo eine RDI-Spendendose herumsteht, dann gehört das Wechselgeld da herein.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 07 März 2016

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

Es ist ja nicht zu übersehen: unser Newsletter hat ein neues Outfit. Aber auch unsere Flyer, unser Internetauftritt und unsere facebook-Seite haben ein verjüngtes neues Aussehen bekommen. Und wer noch nicht wusste, dass RDI e.V. auch auf facebook zu finden ist, der sollte dort schleunigst mal nachschauen, weil es dort immer brandaktuell die neuesten Fotos und Berichte zu finden gibt. Und wir freuen uns über jedes Teilen und damit Verbreiten eines Beitrags.
Es ist ja noch nicht so lange her, dass wir unseren letzten Newsletter verschickt haben, da es aber einiges an Neuigkeiten zu berichten gibt, erreicht Euch dieser Newsletter jetzt schon im März.

Finanzierung der Projektleitung gesichert

Dank mehrerer großzügiger zweckgebundener Spenden und weiter bestehender regelmäßiger Unterstützung durch mehrere Vereinsmitglieder und Förderer ist die finanzielle Absicherung unserer Projektleitung Heike Tautz in Buniadu nun bis zum Jahresende gesichert. Allen Spendern an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür. Ende Mai wird Familie Tautz für ihren wohlverdienten Jahresurlaub nach Deutschland kommen und dann Anfang Juli nach Ende des Ramadan wieder nach Gambia zurückkehren.

Erstmalige Kooperation mit „Ärztecamp International e.V.“

Anfang März besuchten erstmals zwei Mitglieder des Münchener Vereins „Ärztecamp International e.V.“ das healthcenter Buniadu, um sich vom Charme unserer Patienten einfangen zu lassen und den hohen Standard der medizinischen Versorgung in unserer Gesundheitsstation zu bewundern. Außer ihrer Arbeitskraft als Kinderarzt, bzw. Allgemeinarzt brachten sie auch eine spürbare finanzielle Unterstützung für den Medikamenteneinkauf mit. Im April werden sie ihre Erfahrungen in München auf der Mitgliederversammlung ihres Verein vortragen, und wir hoffen auf weitere Unterstützung von dort.

Immer mehr mangelernährte Kinder

Mit Beginn des Jahres 2016 fällt die stetig zunehmende Zahl mangelernährter Säuglinge und Kleinkinder auf. Teilweise werden die Säuglinge von ihren Müttern mit einem Gewicht unter 2 kg gebracht. Meist können die Mütter aus dem einen oder anderen Grund nicht stillen, und diese Babys haben ohne den Einsatz von RDI e.V. keine Überlebenschance. So werden sie mit „Lactogen“ für einen Euro am Tag aufgepäppelt. Manchmal setzt bei der Mutter doch noch die Milchproduktion ein, manchmal müssen die Babys mit Aufbaunahrung, bzw. später mit Babynahrung versorgt werden, bis mit der Breifütterung begonnen werden kann. Fotos solcher Kinder vor und nach dem Eingreifen von RDI e.V. sind auf der homepage sowie auf facebook zu sehen. Die Kostenbelastung für unseren Verein ist allerdings hoch.
Wir haben bereits einige lebensrettende Spenden von je 62 € für eine Palette mit 12 Dosen Lactogen (reicht für 3 Monate) erhalten, vielleicht eine Anregung zur Nachahmung. Man kann so auch zu Geburtstagen o.ä. statt irgendwelchem überflüssigen Kram mal ganz einfach ein Kinderleben verschenken !!

Kosteneinsparungen mit dem Dorfkomitee abgestimmt

Anfang März fand in Buniadu ein ausführliches Gespräch zwischen RDI-Vorstand und Projektleitung auf der einen und dem Dorfkomitee auf der anderen Seite statt. Wichtigstes Thema waren die ausufernden Kosten des healthcenters speziell duch die kostenlose Abgabe von Medikamenten. Hier konnte ein beide Seiten zufrieden stellender Kompromiss gefunden werden. In Zukunft wird das healthcenter Medikamente nicht mehr kostenlos abgeben, sondern zum Einkaufspreis, was etwa einem Viertel bis Zehntel des üblichen Apothekenpreises entspricht, da RDI e.V. die Medikamente in großen Stückzahlen sehr günstig einkaufen kann.
Außerdem wurde mit dem Dorfkomitee in sehr freundschaftlicher Atmosphäre über die weitere Entwicklung des healthcenters diskutiert, über Wasser- und Stromversorgung des Dorfes und über die ins Auge gefasste Ausbildung einer unserer Mitarbeiterinnen ( Effo ) zur Krankenschwester. Dank Unterstützung durch das Komitee scheint hier endlich Bewegung in unsere Pläne zu kommen.

Krankenwagen der Gesundheitsstation regelmäßig im Einsatz

Sei es bei einem schweren Verkehrsunfall in Buniadu mit mehreren Toten und Schwerverletzten, sei es beim Transport eines Epileptikers ins Krankenhaus nach Essau, immer wieder ist der Krankenwagen im Einsatz und stellt sich als wahrer Segen für das Dorf und sein Gesundheitszentrum dar.

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. eine wunderschöne Frühlingszeit

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 06 Januar 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

mit Beginn des neuen Jahres wird wieder ein aktueller Bericht über die Entwicklungen im Verein und vor allem natürlich in Buniadu fällig. Vereinsmitglieder erhalten gleichzeitig das Protokoll der Mitgliederversammlung, die am 9. Januar in Bookholzberg stattfand.

Jahresrückblick 2015 aus der Sicht von Familie Tautz

Zum Jahreswechsel blickt man ja nicht nur nach vorne, sondern auch auf das alte Jahr zurück. Und das tut jeder aus seinem Blickwinkel. Ich möchte Euch deshalb den Rückblick, den wir von Heike und Heiner erhalten haben, nicht vorenthalten:
„….. und schon wieder ist fast ein Jahr vorüber.
Da vermutlich die nächsten Tage unser Internet wieder von den vielen Touristen blockiert ist und wir eh keine Zeit zum Schreiben haben, senden wir Euch einfach heute schon unsere Grüße zu Weihnachten.
Wir hoffen, Euch geht es gut und Ihr könnt Weihnachten in Ruhe und Frieden genießen.
Wir werden Weihnachten wieder am Lagerfeuer verbringen.
Die letzten Tage war es tagsüber sehr heiß mit viel Wind und Sand und nachts schon recht kühl.
Die letzte Regenzeit war sehr heftig, so dass die Gräser immer noch hoch sind.
Die Monate seit April, als wir wieder hier ankamen, waren sehr arbeitsintensiv und ein Ende ist immer nicht absehbar.
Die ersten Monate mussten wir uns ranhalten, um die Baumaßnahmen abzuschließen.
Seit der Wiedereröffnung des Health Centers, am 17. August, erleben wir einen nie gekannten Patienten-ansturm.
Auffallend viele untergewichtige Kinder sind dabei, und zum Teil sind diese Kinder wirklich ganz dramatisch unterentwickelt.
Leider ist uns auch ein untergewichtiges Baby gestorben … die Mutter kam einfach viel zu spät zu uns.
Doch die meisten Kinder konnten wir retten.
Seit Anfang Dezember laufen wieder, einmal wöchentlich, unsere „Koch-Workshops“ für Mütter mit untergewichtigen Kindern.
Jede Woche bekochen wir ca. 30 bis 40 Kinder und geben noch eine Mahlzeit mit nach Hause. Bisher hat fast jedem Kind unser Essen geschmeckt.
Inzwischen nehmen die Mütter auch unsere Anweisungen an und versuchen zu Hause ähnlich für die Kinder zu kochen.
Die Zutaten für das Essen richten sich nach den aktuellen Marktangeboten … sind also für jede Familie erschwinglich zu erwerben.
Ja, so etwas mit zu erleben, ist schon eine große Freude.
Bei unserem neuen Mitarbeiterteam ist nur eine von den früheren Mitarbeitern dabei, alle anderen sind neu.
Durch die vielen Neu – und Anbauten hat sich das Health Center ganz gut vergrößert und daher haben wir auch 2 Damen für die Reinigung eingestellt.
Auch unsere beiden Wachleute sind neu dazugekommen.
Insgesamt haben wir jetzt 11 Mitarbeiter im HC und alle mussten neu angelernt werden. Allein die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter war schon eine große Herausforderung, die immer noch nicht abgeschlossen ist.
Wie Ihr lesen könnt, kommt immer noch keine Langeweile bei uns auf und wir sehen dem kommenden Jahr wieder mit Spannung entgegen.
Euch und euren Lieben wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest
und alles Gute für 2016.
Liebe Grüße aus Buniadu,
Heike und Heiner

Kochhütte zunächst noch als Provisorium

Um den beliebten und auch sehr erfolgreichen Kochkursen für junge Mütter einen entsprechenden Rahmen zu geben, wurde zunächst eine provisorische Kochhütte eingerichtet, im Frühjahr kann nun dank zweier zweckgebundener Spenden eine stabile, „Regenzeit-taugliche“ Kochstelle gebaut werden, wie im letzten Rundbrief schon erwähnt.

Wartehallendach wird erneuert

Ebenfalls durch eine großzügige zweckgebundene Spende wird es nun möglich, das marode, durchhängende Dach der Wartehalle zu erneuern. Die Arbeiten hierzu sollen schon im nächsten Monat beginnen.

Neue Flyer im Druck

In Zusammenarbeit mit der Kunstschule Wandsbeck ist nun ein neuer übersichtlicher Flyer erarbeitet worden. Zur Zeit wird er in größerer Stückzahl gedruckt. Wer also gerne in seinem beruflichen oder privaten Umfeld über RDI e.V. informieren möchte, kann sich gerne an den Vorstand wenden, damit ihm ein Stapel Flyer zugesandt wird.

Spenden für Babynahrung dringend benötigt

Wie schon aus dem Jahresbericht von Heike und Heiner ersichtlich ist, nimmt die Zahl der zu versorgenden untergewichtigen Babys derzeit dramatisch zu. Die Spezialnahrung, mit deren Hilfe solchen Kindern das Überleben ermöglicht werden kann, ist für die Familien dieser Babys unerschwinglich und muss von RDI gekauft werden. Dies führt zu einer massiven Belastung des Etats der Gesundheitsstation. Um diese Spezialnahrung weiterhin kostenfrei abgeben zu können, muss entweder die kostenlose Medikamentenabgabe gestrichen werden oder es müssen zusätzliche Spendengelder für diese lebensrettende Spezialnahrung aufgebracht werden. Hier sind alle Vereinsmitglieder und Förderer des Vereins aufgerufen, in ihrer Umgebung um Spenden zu werben.

Zum Schluss

So unangenehm es auch ist, immer wieder über Geld reden und um Spenden „betteln“ zu müssen, so schön ist dann doch zu sehen, was durch diese Spenden und durch den unermüdlichen Einsatz unserer Freiwilligen, allen voran Heike und Heiner Tautz, erreicht worden ist und weiter erreicht werden kann.
Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern, Freunden und Förderern des Vereins eine schöne Winterzeit mit viel Schnee und Sonne, sowie ein angenehmes und möglichst früh beginnendes Frühjahr.

für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender RDI e.V.