Riverboat-News Nr. 12 März 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

die Euphorie, die den RDI-Vorstand derzeit erfasst hat, hängt weniger mit dem sich ankündigenden Frühling zusammen als mit den Entwicklungen in Gambia. Am Anfang dieses Jahres hat es Gambia ja sogar geschafft, in den deutschen Nachrichten erwähnt zu werden, und wer sich über BBC-Africa und andere Medien im Internet auf dem Laufenden hielt, sah Panzer durch Banjul rollen. Aber jetzt ist alles gut, kein einziger Schuss ist gefallen, der alte Präsident hat das Land verlassen, der neu gewählte (!) ist im Amt, und die Stimmung in Gambia ist gelockert, fröhlich und optimistisch, wie wir schon gleich am Flughafen erfahren konnten.

Health Center Buniadu arbeitet wieder

Wie geplant konnte das Health Center am 1. Februar seine Tore wieder öffnen. Geleitet wird der Sprechstundenbetrieb nun von Ramatoulie Sandykhan, einer gambischen „village-nurse and midwife“, was bedeutet, dass sie den höchsten in Gambia möglichen Ausbildungsgrad erreicht hat und berechtigt ist, nicht nur als Krankenschwester, sondern auch als Hebamme zu arbeiten. Ramatoulie lebt jetzt im Haus der früheren Projektleitung zusammen mit ihrem kleinen Sohn und der Großmutter zur Betreuung des Kindes während ihrer Arbeitszeiten.
Der Lagerraum wurde inzwischen von abgelaufenen Medikamenten und ähnlichem befreit und mit einem Grundstock an Basis-Medikamenten bestückt. Die Ausgabe dieser Medikamente wird streng überwacht, in die dazu erforderlichen Listen mussten unsere afrikanischen Mitarbeiter erst eingeführt werden. Diese Einführung wird auch derzeit noch durch eine deutsche Krankenschwester, die als Freiwillige für RDI in Gambia arbeitet, fortgeführt. Außerdem befinden sich derzeit zwei unserer Hilfskrankenschwestern für drei Wochen zur Schulung im Health Center Jahali der Projekthilfe Gambia. Nach deren Rückkehr werden zwei weitere Mitarbeiterinnen folgen.

Die Patientenzahlen sind im Moment noch moderat, was gut für Teambildung und das Einüben von Arbeitsabläufen ist. Hier erhielten unsere Mitarbeiter auch schon tatkräftige Unterstützung durch den Besuch von zwei Ärzten aus dem Verein „Ärztecamp International e.V.“, die auch erfreulicherweise wie im vergangenen Jahr einen Zuschuss zu den Medikamentenkosten mitbrachten.

Weitere Spenden verteilt

Bei der Sichtung der in den drei 20-Fuß-Containern gelagerten Materialien fielen uns diverse Dinge ins Auge, die im Health-Center Buniadu auch in Zukunft nicht gebraucht werden. Zwei hochwertige, für Lehr- und Forschungszwecke geeignete Mikroskope wurden Herrn Dr. Hassan Asadeh für das Royal-Victoria-Teaching-Hospital übergeben, eine aufblasbare Rettungsmatratze und diverse orthopädische Hilfsmittel gingen an das nahe gelegene Krankenhaus Essau, acht kleine Roller und Hunderte Buntstifte an den benachbarten Kindergarten. Zahlreich vorhandenes überschüssiges Werkzeug wird nach Manjai Kunda zum Sitz unserer Pantner-NGO „Project Aid the Gambia“ gebracht, nachdem für das Health-Center eine übersichtliche Auswahl getroffen und im Batteriehaus gelagert wurde. Die dort vorhandene regelmäßig die Solaranlage überlastende Waschmaschine wurde verschenkt, unsere Angestellten werden in Zukunft die Wäsche von Hand waschen, wie überall üblich. Der alte, seit fast zehn Jahren nicht mehr reparierbare Generator wurde dem Dorfkomitee geschenkt und befindet sich zur Zeit wohl in Banjul, wo er angeblich doch noch repariert werden kann.

Zum Schluss bitte einkaufen !

Es gibt tatsächlich eine einfache Möglichkeit, den Verein finanziell zu unterstützen, ohne selbst etwas zu spenden. Und das geht so:
Bitte besuchen Sie vor Ihrem nächsten Einkauf im Internet www.gooding.de und entscheiden Sie sich für einen von über 1500 Online-Shops (e-bay, Thalia, Jacko-o, media markt und viele andere).
Im Anschluss wählen Sie Riverboat-Doctors-International e.V. als begünstigten Verein aus, der vom Onlineshop eine Prämie von durchschnittlich 5% des Einkaufswertes erhält.
Jetzt beginnen Sie ganz normal Ihren Einkauf. Die Einkäufe kosten Sie nicht einen Cent mehr. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Bitte probieren Sie es aus! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Einkaufen !

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 11 Januar 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

der Jahreswechsel ist traditionell prädestiniert für Rück- und Ausblicke. Deshalb will ich es auch wieder so halten wie vor einem Jahr, als ich in den News Nr. 6 einen Rückblick auf das Jahr 2015 aus der Sicht der Projektleiterin Heike Tautz gegeben habe. Kursiv geschrieben sind hier jetzt die Passagen, die direkt aus den Berichten von Heike übernommen wurden, der Rest ist ergänzt.

Jahresrückblick 2016

Im Januar waren Irmgard und Helge als Freiwillige in Buniadu. Irmgard hat sich um die Laborausstattung / Laboreinrichtung bemüht, hat dafür alle Container aufgeräumt und die vorhandenen Labormaterialien zusammengesucht.
Helge hat 2 Workshops für Mathematik für unsere Mitarbeiter gegeben, welche von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurden. Diese Workshops wurden jeweils am Wochenende angeboten, also in der Freizeit unserer Mitarbeiter.
Unsere kleine Teneng Njie geb. 09.09.2015 sie wog am 11.11 nur 2,1kg, hat inzwischen die 5 kg Marke überschritten. Im Januar war „Namesgiving“ (Taufe) von Teneng und alle Mitarbeiter des HCs waren eingeladen. Das Dorf liegt ca. 15km von Buniadu entfernt. Bei der Zeremonie wurde das HC Buniadu lobend erwähnt und allen wurde für die Mühe um Tenengs Gesundheit gedankt. Inzwischen hat Teneng von unseren Mitarbeitern den Namen Teneng – Buniadu erhalten und ist der Liebling aller.
Im Februar waren Doris und Hendrike als Freiwillige in Buniadu. Doris unterstützte als ausgebildete Krankenschwester das Team bei der Versorgung der Patienten im Health Center. Hendrike, Pressefachfrau, machte viele Fotos für eine Reportage und half tatkräftig bei den Kochkursen für die Mütter untergewichtiger Kinder.
Im Februar waren dann die Freiwilligenunterkünfte bis an die Grenze ihrer Kapazität ausgebucht.
Janosch war bereits im November für 3 Wochen bei uns im Einsatz. Im Februar reiste er für einen erneuten Einsatz von 3 Monaten an. Im Gepäck hatte er 1200€ für die Erneuerung des Daches der Wartehalle im Health Center. Die Spende von 1200€ hatte sich Janosch durch diverse Arbeiten in Bremen verdient. Janosch unterstützte Heiner bei diversen Bau – und Reparaturarbeiten.
Ende Februar besuchten uns Markus und sein Kollege Guido, Kinderarzt aus München um sich ein persönliches Bild von der RDI Arbeit in Buniadu zu machen. Gleich bei ihrer Ankunft überreichten sie eine Spende von 800 € des Vereins Ärztecamp International e.V. für den Einkauf von Medikamenten.

Ein schwerer Verkehrsunfall … bei einem Buschtaxi mit ca. 20 Fahrgästen versagte die Lenkung. Er prallte zuerst gegen einen Baum, überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Ein Fahrgast starb an Ort und Stelle. Ein Kind, welches am Unfallort spielte, kam  unter das Buschtaxi und starb. Später starb noch ein weiteres Unfallopfer. Mit dem RTW brachte Heiner, zusammen mit Markus und Guido sechs Unfallopfer zum Krankenhaus in Essau. Dort halfen unsere beiden Ärzte gleich bei der Erstversorgung.
In Absprache mit dem Dorf-Komitee und Markus wurde Landing Sanneh entlassen. Landing hatte sich auch nach mehrmonatiger Einarbeitung nicht als künftiger qualifizierter Health Center Manager bewiesen.
Auf Grund der finanziell angespannten Lage des Vereins, wurde im März in Absprache mit dem RDI Vorstand, dem RDI Health Center Komitee und dem Dorf Entwicklung Komitee (VDC) beschlossen, ab April 2016 die Medikamente für unsere Patienten zum Einkaufspreis abzugeben. Ebenso wurde der tägliche Preis für „Tickets“ von 5 Dalasi auf 10 Dalasi angehoben. Für jede Wundbehandlung zahlen die Patienten künftig 15 Dalasi zusätzlich.
Um dieses Vorhaben umzusetzen bedurfte es einiger Vorberei-tungen und Organi-sation. Die Apotheke befindet sich jetzt im Lagerraum, an der Tür zur Wartehalle. In die Tür wurde eine „Klappe“ zur Medika-mentenabgabe und zur Entgegennahme des Geldes eingebaut. Dies erforderte eine große Umstellung für das ganze Team. Abby, sie ist in Mathematik die Beste, hat zusammen mit Heiner die Apotheke und die Kostenabrechnung für die Wundbehandlungen übernommen. Somit fehlte eine Mitarbeiterin in den Behandlungen. Die Buchführung machte Anfangs etwas Probleme, weil einige Patienten nicht genug Geld dabei hatten. Die ersten Tage gab es natürlich unter den Patienten auch einige Diskussionen, doch unsere Mitarbeiter erklärten jeden Patienten mit viel Einfühlungsvermögen auf. Gegen Ende des Monats gab es keine Unstimmigkeiten mehr.
Natürlich haben wir auch Patienten Medikamente gegeben, die an dem Tag kein oder zu wenig Geld mitbrachten und eigentlich hatten wir dieses Geld abgeschrieben. Doch da wurden wir sehr positiv überrascht, denn die allermeisten Patienten brachten den Restbetrag tatsächlich später vorbei.
Vom 20.April bis zum 06.Mai wurde das Health Center geschlossen. In dieser Zeit wurde das Dach der Wartehalle erneuert. Damit die Wartehalle besser belüftet wird wurde das neue Dach um 20cm erhöht. Jedoch haben wir montags, mittwochs und freitags bei Patienten mit Wunden, Verbände erneuert und schwer kranke Patienten weiterhin behandelt.
Ohne einheimische Handwerker geht es nicht – Erneuerung des Wartehallendaches

Den gesamten Juni bis Mitte Juli verbrachten Heike und Heiner in Deutschland, um ihren verdienten Erholungsurlaub zu Hause zu verbringen, ab Mitte Juli zum Beginn der Regenzeit nahmen sie dann die Arbeit im Health Center wieder auf.

Zu schaffen machte allen die zunehmende Luftfeuchtigkeit. Ab ca. 14.00Uhr ist kaum noch jemand in der Lage sich ordentlich zu konzentrieren … jeder läuft mit einem „Schweißtuch „ herum und die Dienstkleidung klebt auf der Haut. Die gespendeten elektronischen Blutdruckgeräte und Fieberthermometer erleichterten die Arbeit sehr.
Vom Klima her war der August für uns alle nur schwer zu ertragen. Das Gras wuchs üppig. Um sich vor Schlangen und anderem unerwünschten Getier zu schützen, legen alle Dorfbewohner eine große grasfreie Schneise rund um ihre Unterkünfte an.
Zweimal waren so starke Regenstürme, dass vermutlich Wasser unter das Dach des Health Centers gedrückt wurde und für Kurzschlüsse sorgte woraufhin die Stromversorgung unterbrochen wurde. Erst nach einigen Tagen, vermutlich war das Wasser dann erst verdunstet, konnte Heiner die Anlage wieder in Betrieb nehmen.
Im September erhielten wir Unterstützung von Mitgliedern des Vereins Ärztecamp International e.V. (ÄCI). Neben Irmgard, die uns bereits im Januar mit ihrem Patner besucht hatte, waren auch Dorothea als Vorsitzende von ÄCI sowie Adelheid (Heidi) als Kinderärztin mit von der Partie. Im Gepäck hatten sie eine neue digitale und sehr hochwertige Babywaage, sowie ein Laborgerät zur schnellen Hämoglobinbe-stimmung. Am 03. Oktober sind die 3 Damen nach Banjul gefahren um als Zuwendung von ÄCI für umgerechnet 850€ Medikamente für das Gesundheits-zentrum einzukaufen.
Irmgard hatte sich bereits im Vorfeld auf die Schulung von Kindern zum Thema „Zähneputzen“ vorbereitet und brachte neben vielen Zahnbürsten auch Anschauungs-material mit. Außerdem konnte sie jede Menge Lese- und Sonnenbrillen verteilen.

Auch im Oktober waren wieder zwei Mitglieder des ÄCI in Buniadu aktiv. Die beiden Kinderärztinnen Annette und Caro hatten dabei nicht nur viele Kinder, sondern auch den mehr und mehr unter Schmerzen leidenden Heiner zu betreuen. Schließlich baten Heike und Heiner den Vorstand, sie wegen Heiners schlechtem Zustand vorzeitig nach Deutschland zurück zu holen.
Am 4. November traten sie dann ihren Heimflug an, und wenige Tage später erreichte den Vorstand auch eine Krankmeldung für Heike. Das Health Center blieb ab Anfang November geschlossen.
Im Dezember erfuhr der Verein dann schriftlich (für ein persönliches Gespräch standen Heike und Heiner Tautz nicht zur Verfügung), dass die Beiden nicht nach Gambia zurückkehren würden.
Bei den nun plötzlich und unerwartet notwendig werdenden Überlegungen für die Zukunft des Health Centers erhielten wir großartige Unterstützung durch den Vorstand des Vereins „Buschklinik e.V.“ Sofort nach Weihnachten flogen dann Christian und Olaf nach Gambia, um vor Ort zum einen Mitarbeiter und Bevölkerung zu informieren und zum anderen die Einsetzung eines neuen – jetzt afrikanischen – Managements vorzubereiten. Es gab mehrere sehr fruchtbare Gespräche mit dem Dorfkomitee und dem Team des Health Centers. Die Dorfbevölkerung war sehr froh über die Zusage, dass der Verein ihnen die Wiedereröffnung des Health Centers auch ohne die Mitarbeit von Familie Tautz fest zusichern konnte.
Im Zuge einer Bestandsaufnahme konnten viele in den Containern lagernde Sachspenden aus Deutschland endlich an die Dorfbevölkerung verteilt werden.

Ein vorsichtiger Blick auf 2017

Dank der wunderbaren Unterstützung, die der Verein in dieser schwierigen Lage erhielt, lautet die Planung wie folgt: Wiedereröffnung des Health Center ab Februar. Eingestellt wurde dafür eine gambische Krankenschwester, die uns über die NGO „project aid the Gambia“ vermittelt wurde. Die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit mit dieser NGO und ihrem deutschen Mutterverein „Buschklinik e.V.“ ist derzeit Inhalt intensiver Gespräche. Auch werden weiterhin hoffentlich viele europäische Freiwillige zur Unterstützung anreisen.

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Alle Vereinsmitglieder erhalten zusammen mit diesem Newsletter die Einladung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, auf der der Vorstand ausführlich über die anstehenden Veränderungen berichten wird.

Zum Schluss

bleibt mir nur, Heike und Heiner Tautz für ihre jahrelange, teils mühsame Arbeit für die Bevölkerung am Nordufer des Gambiaflusses zu danken und ihnen für ihre persönliche Zukunft alles Gute zu wünschen. Uns allen wünsche ich die Kraft, diese Arbeit fortzusetzen und stetig zu verbessern im Sinne einer nachhaltigen Hilfe für die wundervollen Menschen in Gambia.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 10 Dezember 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

vor ziemlich genau zwei Jahren haben wir den ersten Riverboat-Newsletter verschickt. Seither wechseln sich gute und schlechte Nachrichten kontinuierlich ab. Auch in diesem Newsletter werden gute und schlechte Entwicklungen zur Sprache kommen müssen.

Vereinsvorstand im Amt bestätigt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstandes an. Der gesamte Vorstand wurde für weitere zwei Jahre gewählt, so dass Kontinuität in der Vereinsarbeit gewährleistet ist. Alle Vereinsmitglieder erhalten zusammen mit diesem Newsletter das ausführliche Protokoll der Mitgliederversammlung.

Heike und Heiner Tautz erkrankungsbedingt in Deutschland

Anfang November erreichte uns die Nachricht, dass Heiner Tautz so schwer erkrankt war, dass auch die in Buniadu anwesenden deutschen Ärztinnen die möglichst baldige Rückholung nach Deutschland empfahlen. Dies konnte kurzfristig ermöglicht werden, und nun wünschen wir Heiner eine baldige Besserung seiner Beschwerden.

Weitere Vereinskooperationen

Neben der bisher recht erfolgreich verlaufenden Kooperation mit dem Münchener Verein „Ärztecamp International e.V.“ laufen nun auch Gespräche mit anderen in Gambia aktiven Vereinen, um durch die Bündelung von Ressourcen die Arbeit zum Wohle der Bevölkerung von Buniadu weiter zu stärken und zu verbessern.

Zum Schluss

dieses ausnahmsweise recht kurzen Newsletters wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. eine besinnliche Adventszeit, nicht ohne daran zu erinnern, dass nur durch Ihre Spenden unsere Arbeit ermöglicht wird.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp

Riverboat-News Nr. 09 September 2016

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

Der Sommer zeigt sich gerade noch einmal von seiner besten Seite, doch riecht es bei uns manchmal schon nach Herbst. In Westafrika bedeutet das, die Regenzeit ist endlich vorbei, die Temperaturen werden bald wieder erträglicher und die von den Wassermassen der Regenzeit verursachten Schäden können behoben werden, leider sind es in diesem Jahr wieder allerhand Ecken, an denen Reparaturarbeiten dringend erforderlich sind.

Sommerpause in Buniadu beendet

Schon Anfang Juli haben Heike und Heiner Tautz ihren Deutschlandaufenthalt beendet und sind wieder in ihr afrikanisches Zuhause nach Buniadu zurückgekehrt. Über Mangel an Arbeit brauchten sie sich nicht zu beklagen. Leider war eines unserer größten Sorgenkinder, der 5-jährige Ebou in der Zwischenzeit verstorben.
Aber natürlich konnte Heike auch wieder von Erfolgen im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung berichten. An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass der aktuelle Monatsbericht aus Gambia immer zeitnah auf Facebook veröffentlicht wird.
Hier lässt sich dann auch nachlesen, welche Schäden der Regen wieder angerichtet hat. Vor allem die Dächer der Unterkünfte, sowohl für Heike und Heiner, als auch für die Freiwilligen, sind dringend erneuerungsbedürftig. Leider ist das in Gambia erhältliche Material so schlecht, dass bei der Erneuerung eines Daches schon absehbar ist, wann es wieder undicht sein wird.

Mitgliederversammlung am 22.10.2016

Natürlich werden alle Vereinsmitglieder noch rechtzeitig die offizielle Einladung inclusive Tagesordnung erhalten. Turnusmäßig stehen Vorstandswahlen an, und auch darüber hinaus gibt es einiges zu besprechen und zu entscheiden. Und wer noch kein Vereinsmitglied ist, aber gerne mitentscheiden möchte, den kann ich nur auf ein per Homepage erhältliches Formular mit Namen „Antrag auf Mitgliedschaft“ hinweisen.
Persönliche Unterstützung durch Mitarbeiter-Patenschaften

Vielleicht hat der eine oder andere Empfänger dieses Newsletters schon einmal daran gedacht, die Gesundheitsstation in Buniadu dauerhaft zu unterstützen? Hier schlagen wir einen Weg vor, der vielleicht wegen seines direkten persönlichen Bezuges Interesse wecken könnte:

Bei der Arbeit im health-center Buniadu lernen unsere Freiwilligen zwangsläufig unsere sympathischen afrikanischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennen. Aber auch unseren Freunden und Förderern, die nicht nach Gambia reisen, versuchen wir, unsere Mitarbeiter immer wieder vorzustellen. Vielleicht entsteht so das Interesse, zu einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter eine ganz besonders enge Beziehung aufbauen. Dann schlagen wir eine Patenschaft für diese Mitarbeiterin, bzw. diesen Mitarbeiter vor. Für die Verpflichtung, für eine bestimmte Zeit das Gehalt oder ein Teil des Gehaltes zu übernehmen, helfen wir dabei, den Kontakt zum „Patenkind“ aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Zur Information: die Monatsgehälter liegen zwischen 30 und 60 Euro.

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieser Vorschlag bei dem einen oder anderen Empfänger unseres Newsletters Interesse finden könnte. Für nähere Auskünfte stehen wir natürlich telefonisch zur Verfügung.

Drittes Bockhorner Chorkonzert für Afrika am 29.10.2016

In diesem Jahr konnten wir den „Lesummünder Gospelchor“, den Barbershop-Chor „Sugar’n Spice“ und die afrikanische Trommelgruppe „Yankadi-Ba“ für die Gestaltung unseres Benefiz-Konzerts gewinnen. Veranstaltungsort wird wie in den letzten Jahren wieder die Kirche Bockhorn im Himmelskamp sein. Wir hoffen auf zahlreiche Besucher und reichliche Spenden.

Gemeinnützigkeit des Vereins vom Finanzamt bestätigt

Nach eingehender Prüfung der eingereichten Unterlagen aus den Jahren 2013 bis 2015 hat das Finanzamt Delmenhorst dem Verein RDI e.V. weiterhin die Gemeinnützigkeit bescheinigt

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. einen sonnigen Herbst und vielleicht ein paar zündende Ideen für weitere Unterstützung.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 08 Juni 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

im Süden regnet es ohne Unterlass, der Norden hat schönes Sommerwetter, da werden vielen sagen, das sei eine verkehrte Welt. Und auch wenn man erzählt, dass da zwei Leute von Westafrika nach Norddeutschland fliegen, um Urlaub zu machen, könnte man von verkehrter Welt reden.

Heike und Heiner Tautz zum Urlaub in Deutschland

Seit Ende Mai erholen sich Heike und Heiner Tautz von dem anstrengenden letzten Jahr in Gambia mit Wiedereröffnung des health-center und mehr Patienten denn je. Aus diesem Anlass gab es am 1.6.16 in Ganderkesee ein Treffen mit einigen ehemaligen freiwilligen Helfern. Fragen wie „was ist eigentlich aus … geworden?“ machten die Runde, und am Ende eines harmonischen Abends dachte und sagte manch einer: „Ich will da auch mal wieder hin!“

Homepage frisch renoviert

Wer lange unsere Vereins-homepage nicht mehr besucht hat, wird sie vermutlich kaum wieder erkennen. Unser Webmaster hat sich selbst übertroffen und die Seite ordentlich aufgefrischt. Neben dem notwendigen Formularkram und neben den schon länger bestehenden Foto- und Zeitungsarchiven finden sich jetzt auch Fotos unserer Mitarbeiter in Buniadu sowie einige Hinweise zu den dort behandelten Patienten. Außerdem ist über die homepage ebenso wie auf facebook jetzt jederzeit der aktuelle Monatsbericht unserer Projektleitung aus Gambia zu lesen ( nur für Juni wird es wohl keinen geben, es sei denn Heike schreibt über ihren Jahresurlaub ).

Dach der Wartehalle erneuert

Wie angekündigt wurde im April das marode Dach der Wartehalle erneuert und gleichzeitig um etwa 20 cm angehoben, was zu einer deutlichen Verbesserung der Luftzirkulation führte.

Spendedosenaktion bringt viel Kleingeld

Seit einigen Monaten stehen nun an verschiedenen Plätzen wie Arztpraxis, Tankstelle, Frisör etc. unsere Spendendosen. Bei den Leerungen fällt immer viel Kleingeld an, aber zusammengerechnet konnten insgesamt schon über 300 Euro auf das RDI-Konto überwiesen werden. Deshalb: sollte jemand eine Idee haben, wo man noch eine solche Spendendose zusammen mit einem kleinen Poster und einem Aufsteller mit Flyern postieren könnte, bitte Kontakt mit dem RDI-Vorstand aufnehmen, wir schicken dann gerne alles zu.

Mitgliederversammlung Ende Oktober

Bitte vormerken: Ende Oktober (22. oder 29.10.) findet unsere jährliche Mitglieder-versammlung statt, der genaue Termin wird baldmöglichst bekannt gegeben. In diesem Jahr stehen auch wieder turnusmäßig die Vorstandswahlen an. Die Mitglieder, die von weiter weg anreisen, bitten wir, sich frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir uns um die Unterkunft kümmern können. Und für diejenigen, die noch kein Vereinsmitglied sind, aber trotzdem mitreden und mitbestimmen möchten, habe ich noch als heißen Tipp ein Formular auf unserer homepage bereit, das nennt sich „Antrag auf Mitgliedschaft“

Stadtfest in Erbach

Noch ein Termin: am 7.8.2016 findet das Erbacher Stadtfest statt, und da werden an einem Stand tolle Sachen zugunsten von RDI verkauft. Auch auf jeden Fall eine Reise wert.

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. einen tollen Sommer mit viel Sonne und Erholung. Und nicht vergessen: wenn irgendwo eine RDI-Spendendose herumsteht, dann gehört das Wechselgeld da herein.

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 07 März 2016

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer des Vereins,

Es ist ja nicht zu übersehen: unser Newsletter hat ein neues Outfit. Aber auch unsere Flyer, unser Internetauftritt und unsere facebook-Seite haben ein verjüngtes neues Aussehen bekommen. Und wer noch nicht wusste, dass RDI e.V. auch auf facebook zu finden ist, der sollte dort schleunigst mal nachschauen, weil es dort immer brandaktuell die neuesten Fotos und Berichte zu finden gibt. Und wir freuen uns über jedes Teilen und damit Verbreiten eines Beitrags.
Es ist ja noch nicht so lange her, dass wir unseren letzten Newsletter verschickt haben, da es aber einiges an Neuigkeiten zu berichten gibt, erreicht Euch dieser Newsletter jetzt schon im März.

Finanzierung der Projektleitung gesichert

Dank mehrerer großzügiger zweckgebundener Spenden und weiter bestehender regelmäßiger Unterstützung durch mehrere Vereinsmitglieder und Förderer ist die finanzielle Absicherung unserer Projektleitung Heike Tautz in Buniadu nun bis zum Jahresende gesichert. Allen Spendern an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür. Ende Mai wird Familie Tautz für ihren wohlverdienten Jahresurlaub nach Deutschland kommen und dann Anfang Juli nach Ende des Ramadan wieder nach Gambia zurückkehren.

Erstmalige Kooperation mit „Ärztecamp International e.V.“

Anfang März besuchten erstmals zwei Mitglieder des Münchener Vereins „Ärztecamp International e.V.“ das healthcenter Buniadu, um sich vom Charme unserer Patienten einfangen zu lassen und den hohen Standard der medizinischen Versorgung in unserer Gesundheitsstation zu bewundern. Außer ihrer Arbeitskraft als Kinderarzt, bzw. Allgemeinarzt brachten sie auch eine spürbare finanzielle Unterstützung für den Medikamenteneinkauf mit. Im April werden sie ihre Erfahrungen in München auf der Mitgliederversammlung ihres Verein vortragen, und wir hoffen auf weitere Unterstützung von dort.

Immer mehr mangelernährte Kinder

Mit Beginn des Jahres 2016 fällt die stetig zunehmende Zahl mangelernährter Säuglinge und Kleinkinder auf. Teilweise werden die Säuglinge von ihren Müttern mit einem Gewicht unter 2 kg gebracht. Meist können die Mütter aus dem einen oder anderen Grund nicht stillen, und diese Babys haben ohne den Einsatz von RDI e.V. keine Überlebenschance. So werden sie mit „Lactogen“ für einen Euro am Tag aufgepäppelt. Manchmal setzt bei der Mutter doch noch die Milchproduktion ein, manchmal müssen die Babys mit Aufbaunahrung, bzw. später mit Babynahrung versorgt werden, bis mit der Breifütterung begonnen werden kann. Fotos solcher Kinder vor und nach dem Eingreifen von RDI e.V. sind auf der homepage sowie auf facebook zu sehen. Die Kostenbelastung für unseren Verein ist allerdings hoch.
Wir haben bereits einige lebensrettende Spenden von je 62 € für eine Palette mit 12 Dosen Lactogen (reicht für 3 Monate) erhalten, vielleicht eine Anregung zur Nachahmung. Man kann so auch zu Geburtstagen o.ä. statt irgendwelchem überflüssigen Kram mal ganz einfach ein Kinderleben verschenken !!

Kosteneinsparungen mit dem Dorfkomitee abgestimmt

Anfang März fand in Buniadu ein ausführliches Gespräch zwischen RDI-Vorstand und Projektleitung auf der einen und dem Dorfkomitee auf der anderen Seite statt. Wichtigstes Thema waren die ausufernden Kosten des healthcenters speziell duch die kostenlose Abgabe von Medikamenten. Hier konnte ein beide Seiten zufrieden stellender Kompromiss gefunden werden. In Zukunft wird das healthcenter Medikamente nicht mehr kostenlos abgeben, sondern zum Einkaufspreis, was etwa einem Viertel bis Zehntel des üblichen Apothekenpreises entspricht, da RDI e.V. die Medikamente in großen Stückzahlen sehr günstig einkaufen kann.
Außerdem wurde mit dem Dorfkomitee in sehr freundschaftlicher Atmosphäre über die weitere Entwicklung des healthcenters diskutiert, über Wasser- und Stromversorgung des Dorfes und über die ins Auge gefasste Ausbildung einer unserer Mitarbeiterinnen ( Effo ) zur Krankenschwester. Dank Unterstützung durch das Komitee scheint hier endlich Bewegung in unsere Pläne zu kommen.

Krankenwagen der Gesundheitsstation regelmäßig im Einsatz

Sei es bei einem schweren Verkehrsunfall in Buniadu mit mehreren Toten und Schwerverletzten, sei es beim Transport eines Epileptikers ins Krankenhaus nach Essau, immer wieder ist der Krankenwagen im Einsatz und stellt sich als wahrer Segen für das Dorf und sein Gesundheitszentrum dar.

Zum Schluss

wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern von RDI e.V. eine wunderschöne Frühlingszeit

Für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender

Riverboat-News Nr. 06 Januar 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

mit Beginn des neuen Jahres wird wieder ein aktueller Bericht über die Entwicklungen im Verein und vor allem natürlich in Buniadu fällig. Vereinsmitglieder erhalten gleichzeitig das Protokoll der Mitgliederversammlung, die am 9. Januar in Bookholzberg stattfand.

Jahresrückblick 2015 aus der Sicht von Familie Tautz

Zum Jahreswechsel blickt man ja nicht nur nach vorne, sondern auch auf das alte Jahr zurück. Und das tut jeder aus seinem Blickwinkel. Ich möchte Euch deshalb den Rückblick, den wir von Heike und Heiner erhalten haben, nicht vorenthalten:
„….. und schon wieder ist fast ein Jahr vorüber.
Da vermutlich die nächsten Tage unser Internet wieder von den vielen Touristen blockiert ist und wir eh keine Zeit zum Schreiben haben, senden wir Euch einfach heute schon unsere Grüße zu Weihnachten.
Wir hoffen, Euch geht es gut und Ihr könnt Weihnachten in Ruhe und Frieden genießen.
Wir werden Weihnachten wieder am Lagerfeuer verbringen.
Die letzten Tage war es tagsüber sehr heiß mit viel Wind und Sand und nachts schon recht kühl.
Die letzte Regenzeit war sehr heftig, so dass die Gräser immer noch hoch sind.
Die Monate seit April, als wir wieder hier ankamen, waren sehr arbeitsintensiv und ein Ende ist immer nicht absehbar.
Die ersten Monate mussten wir uns ranhalten, um die Baumaßnahmen abzuschließen.
Seit der Wiedereröffnung des Health Centers, am 17. August, erleben wir einen nie gekannten Patienten-ansturm.
Auffallend viele untergewichtige Kinder sind dabei, und zum Teil sind diese Kinder wirklich ganz dramatisch unterentwickelt.
Leider ist uns auch ein untergewichtiges Baby gestorben … die Mutter kam einfach viel zu spät zu uns.
Doch die meisten Kinder konnten wir retten.
Seit Anfang Dezember laufen wieder, einmal wöchentlich, unsere „Koch-Workshops“ für Mütter mit untergewichtigen Kindern.
Jede Woche bekochen wir ca. 30 bis 40 Kinder und geben noch eine Mahlzeit mit nach Hause. Bisher hat fast jedem Kind unser Essen geschmeckt.
Inzwischen nehmen die Mütter auch unsere Anweisungen an und versuchen zu Hause ähnlich für die Kinder zu kochen.
Die Zutaten für das Essen richten sich nach den aktuellen Marktangeboten … sind also für jede Familie erschwinglich zu erwerben.
Ja, so etwas mit zu erleben, ist schon eine große Freude.
Bei unserem neuen Mitarbeiterteam ist nur eine von den früheren Mitarbeitern dabei, alle anderen sind neu.
Durch die vielen Neu – und Anbauten hat sich das Health Center ganz gut vergrößert und daher haben wir auch 2 Damen für die Reinigung eingestellt.
Auch unsere beiden Wachleute sind neu dazugekommen.
Insgesamt haben wir jetzt 11 Mitarbeiter im HC und alle mussten neu angelernt werden. Allein die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter war schon eine große Herausforderung, die immer noch nicht abgeschlossen ist.
Wie Ihr lesen könnt, kommt immer noch keine Langeweile bei uns auf und wir sehen dem kommenden Jahr wieder mit Spannung entgegen.
Euch und euren Lieben wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest
und alles Gute für 2016.
Liebe Grüße aus Buniadu,
Heike und Heiner

Kochhütte zunächst noch als Provisorium

Um den beliebten und auch sehr erfolgreichen Kochkursen für junge Mütter einen entsprechenden Rahmen zu geben, wurde zunächst eine provisorische Kochhütte eingerichtet, im Frühjahr kann nun dank zweier zweckgebundener Spenden eine stabile, „Regenzeit-taugliche“ Kochstelle gebaut werden, wie im letzten Rundbrief schon erwähnt.

Wartehallendach wird erneuert

Ebenfalls durch eine großzügige zweckgebundene Spende wird es nun möglich, das marode, durchhängende Dach der Wartehalle zu erneuern. Die Arbeiten hierzu sollen schon im nächsten Monat beginnen.

Neue Flyer im Druck

In Zusammenarbeit mit der Kunstschule Wandsbeck ist nun ein neuer übersichtlicher Flyer erarbeitet worden. Zur Zeit wird er in größerer Stückzahl gedruckt. Wer also gerne in seinem beruflichen oder privaten Umfeld über RDI e.V. informieren möchte, kann sich gerne an den Vorstand wenden, damit ihm ein Stapel Flyer zugesandt wird.

Spenden für Babynahrung dringend benötigt

Wie schon aus dem Jahresbericht von Heike und Heiner ersichtlich ist, nimmt die Zahl der zu versorgenden untergewichtigen Babys derzeit dramatisch zu. Die Spezialnahrung, mit deren Hilfe solchen Kindern das Überleben ermöglicht werden kann, ist für die Familien dieser Babys unerschwinglich und muss von RDI gekauft werden. Dies führt zu einer massiven Belastung des Etats der Gesundheitsstation. Um diese Spezialnahrung weiterhin kostenfrei abgeben zu können, muss entweder die kostenlose Medikamentenabgabe gestrichen werden oder es müssen zusätzliche Spendengelder für diese lebensrettende Spezialnahrung aufgebracht werden. Hier sind alle Vereinsmitglieder und Förderer des Vereins aufgerufen, in ihrer Umgebung um Spenden zu werben.

Zum Schluss

So unangenehm es auch ist, immer wieder über Geld reden und um Spenden „betteln“ zu müssen, so schön ist dann doch zu sehen, was durch diese Spenden und durch den unermüdlichen Einsatz unserer Freiwilligen, allen voran Heike und Heiner Tautz, erreicht worden ist und weiter erreicht werden kann.
Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern, Freunden und Förderern des Vereins eine schöne Winterzeit mit viel Schnee und Sonne, sowie ein angenehmes und möglichst früh beginnendes Frühjahr.

für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender RDI e.V.

Riverboat-News Nr. 05 Oktober 2015

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

bevor sich die Gedanken schon wieder der nahenden Advents- und Weihnachtszeit zuwenden, möchte ich Euch heute ein letztes Mal in diesem Jahr über die aktuellen Entwicklungen im Verein und vor allem natürlich in Buniadu berichten.

Termin für Mitgliederversammlung steht fest

Wegen der vielen Aktivitäten, Feiern etc. vor Weihnachten möchten wir nun doch nicht mehr in diesem Jahr, sondern nun definitiv zum 9.1.2016 eine Mitgliederversammlung anberaumen. Die Einladungen mit Tagesordnung etc. werden natürlich fristgerecht zugeschickt werden.

Health-center Buniadu arbeitet wieder mit voller Kraft

Mitte August war es endlich soweit. Nachdem mit allen alten und neu eingestellten Mitarbeitern fleißig geräumt und geputzt worden war, konnte das health-center am 17.08.2015 seine Pforten wieder öffnen. Gegen 10 Uhr kam der Ältestenrat um das hc zu segnen und die Mitarbeiter zu rechtmäßigem Verhalten zu ermahnen. Es wurden natürlich viele Reden gehalten und am Eingangstor wurden eine gambische und eine deutsche Flagge aufgehängt.
Durch Einführung eines neuen Archivierungssystems sind die Patientenakten übersichtlicher verstaut. Der neue große Vorratsraum ermöglichte es außerdem, alle noch in den Containern schlummernden Verbandmittel und sonstigen Sachspenden gut geordnet zu verstauen.
Die für die Bevölkerung des Dorfes eingerichtete Wasserentnahmestelle arbeitet zufriedenstellend, auch wenn ihre Fundamente in der Regenzeit unterspült wurden und hier noch wieder nachgebessert werden muss.
Schließlich ist jetzt auch der Krankenwagen zugelassen und mit gambischen Nummernschildern versehen, Polizei und sonstige Autoritäten haben mit Brief und Siegel bestätigt, dass der Wagen Eigentum des hc ist und somit niemand mehr irgendwelche Ansprüche anmelden kann.
An dieser Stelle nochmals allen herzlichen Dank, die mit Sach- und Geldspenden den Ausbau und die grandiose Ausstattung des hc ermöglicht haben. Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an Heiner Tautz, der diesen Bau so unermüdlich vorangetrieben hat, und ohne dessen Einsatz und Sachkenntnis das hc nach wie vor eine baufällige Hütte wäre.

Brunnenwasser hat Trinkwasserqualität

Dies wurde uns vom Bremer Hygiene-Institut bestätigt, das mehrere Proben aus dem Tiefbrunnen in Buniadu untersucht hat. Nun können unsere Freiwilligen, unsere einheimischen Mitarbeiter und die Dorfbevölkerung das Wasser mit noch besserem Gewissen trinken, als sie es sowieso schon getan haben.

Die einheimischen Mitarbeiter im health center Buniadu
Entsprechend dem Ausbau des hc hat sich auch das Team der einheimischen Mitarbeiter vergrößert, und wir freuen uns, dass wir nun noch mehr Menschen als bisher eine bezahlte Arbeit und damit eine Perspektive bieten können.

Guido Bah
Protokollierung der Behandlungen in unterschiedlichen formellen Vorlagen (lt. gambischem Gesetz)

Ismaela Njie
Interview: Erste Protokollierung der gesundheitlichen Beschwerden des Patienten incl. Blutdruck, Gewicht und Temperatur. Protokollierung detaillierter, vorgegebener Fragen zu den gesundheitlichen Beschwerden. Übergabe der ausgefüllten Dokumente in die entsprechenden Behandlungsräume. Hatte bereits mit Heike die Behandlungen unter dem Bantaba durchgeführt.

Abbie Sarr
1. Verbandsraum. Hat keine Ausbildung. Nach entsprechender interner Ausbildung soll sie später auf Anordnung selbstständig Verbände wechseln.

Jainaba Manneh
Praktikantin. Schulabsolventin in 2014. Zurzeit im 2. Verbandsraum. Soll jedoch alle Abteilungen durchlaufen. Ziel ist, über RDI eine Ausbildung zur Krankenschwester zu absolvieren.

Rohey Corr
Praktikantin. Schulabsolventin in 2015. Zurzeit in der Rezeption. Soll jedoch alle Abteilungen durchlaufen. Ziel ist, über RDI eine Ausbildung zu absolvieren. Zurzeit führt sie die Rezeption selbstständig, hierzu gehört die Registrierung und Protokollierung der aufgenommenen Patienten, Protokollierung der Aufnahmegebühr, Führen der Einnahme-Kasse, Organisation der Einbestellungen, ordnungsgemäße Ablage der Dokumentationen.

Fatou Manneh
Langjährige Mitarbeiterin im allgemeinen Behandlungsraum.

Landing Sanneh
Ausgebildeter Krankenpfleger mit Eintragung bei der gambischer Regierung. Hat Erfahrung mit untergewichtigen und mangelernährten Kindern. Jedoch wenig bis keine Erfahrung mit Wundversorgung. Ihm ist unser Standard der Behandlung fremd, er ist jedoch lernwillig. Zurzeit versucht Heike, ihn im allgemeinen Behandlungsraum anzulernen.

Adama Gissey
Reinigungskraft. Reinigt täglich die WC`s, die Wartehalle, die Rezeption, den Korridor, den Umkleideraum sowie alle Behandlungsräume incl. Reinigung der Dusche, der Waschbecken, der Liegen und aller Arbeitsflächen. Zusätzlich, ab September, hängt sie die gewaschene Wäsche (Arbeitskleidung der Mitarbeiter, Verbandsmaterialien, Handtücher etc.) zum Trocknen auf und bringt alles zusammengenommen wieder ins HC.

Isatou Nijan
Reinigungskraft. Reinigt täglich die WC`s, die Wartehalle, die Rezeption, den Korridor, den Umkleideraum sowie alle Behandlungsräume incl. Reinigung der Dusche, der Waschbecken, der Liegen und aller Arbeitsflächen. Zusätzlich, ab September, hängt sie die gewaschene Wäsche (Arbeitskleidung der Mitarbeiter, Verbandsmaterialien, Handtücher etc.) zum Trocknen auf und bringt alles zusammengenommen wieder ins HC.

Jamba Njie
Langjähriger Mitarbeiter. Handwerker speziell Maurer ist vielfältig einsetzbar und sehr zuverlässig.

Mussa Camara
Langjähriger Mitarbeiter. Handwerker speziell Tischler ist vielfältig einsetzbar und sehr zuverlässig.

Patty Sowe
Langjähriger Mitarbeiter. Wachdienst im HC. Im Wechsel mit dem Kollegen im Tag-und Nachtdienst.

Jamba Manneh
Wachdienst im HC. Im Wechsel mit dem Kollegen im Tag-und Nachtdienst.

Bau einer stabilen Kochhütte geplant

Dank zweier Sonderspenden wird es nun möglich sein, am hc in Buniadu eine stabile, allen Wetterkapriolen trotzende Kochhütte zu errichten, damit die im vorigen Jahr so gut angenommenen Kochkurse für junge Mütter wieder aufgenommen werden können. Den beiden Spendern hierfür herzlichen Dank.

Homepage nach Totalausfall wieder „intakt“

Wer in der letzten Zeit die Homepage des Vereins besucht hat, konnte es schon erfahren: nach einem Total-Crash des Servers, auf dem unsere Homepage läuft, ging nichts mehr. Unser Webmaster hatte einiges an Arbeit zu leisten, um alle Informationen wieder zugänglich zu machen. Großes Dankeschön hierfür. Nun sind auch die neuesten Bilder von der Eröffnung des hc und von einem schönen Konzertabend für RDI hier in Bremen online zu betrachten.

Zum Schluss

Nach so viel Dank an alle Unterstützer, auch an die, die ich möglicherweise vergessen habe extra zu erwähnen, bleibt mir jetzt nur noch, Euch allen einen sonnigen Herbst, eine schöne Vorweihnachtszeit, ruhige Festtage und einen guten Start in ein neues Jahr 2016 zu wünschen. Auch im kommenden Jahr, das ist meine feste Überzeugung, werden wir durch unser Engagement einen kleinen Wassertropfen auf diesen glühenden Stein der Armut und des Elends platzieren können.

 

für den Vorstand

Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender RDI e.V.

 

Riverboat-News Nr. 04 August 2015

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

es ist Sommer, die Urlaubs- und Reisezeit in vollem Gange. Trotzdem erreicht Euch dieser Newsletter etwas verfrüht. Grund dafür sind die aktuellen Ereignisse in Gambia, über die wir Euch zeitnah informieren möchten.

Health Center Buniadu kurz vor der Wiedereröffnung

Nachdem Heike und Heiner Tautz nun wieder seit drei Monaten in Gambia aktiv den weiteren Um- und Ausbau des Health Center vorantreiben, gehen wir mittlerweile davon aus, dass es Mitte August dann endlich so weit sein wird und das Health Center in neuem Glanz wieder seine Türen öffnen kann und Heike nicht mehr Behandlungen unter dem Dach des Bantaba improvisieren muss. Eine Fotostrecke von den Renovierungsarbeiten findet sich voraussichtlich bald auf unserer Homepage www.rdi-ev.de unter „Bildergalerien“.

Neuer Krankenwagen hat Gambia erreicht

Manche von Euch haben es vielleicht über Facebook mitverfolgt, wie drei junge Leute aus Ganderkesee den von unserem Vereinsmitglied Uwe Schwager gespendeten Krankenwagen in einer abenteuerlichen Aktion auf dem Landweg über Marokko, Mauretanien und den Senegal nach Buniadu gebracht haben. Am meisten Nerven haben dabei wohl die aufwändigen Grenzformalitäten gefordert. Vorab war der Krankenwagen in Deutschland generalüberholt und mit Schriftzug und RDI-Logo für das Health Center versehen worden. Unser Dank gilt neben dem großzügigen Spender allen weiteren Personen, die durch ihr Engagement diese Aktion ermöglicht haben. Auch hierzu finden sich demnächst auf der Homepage Presseberichte und eine Fotostrecke.

Unruhige Zeiten in Buniadu

Leider gibt es in diesem Newsletter auch weniger schöne Dinge zu berichten. Über einen deutschen Handwerker, der für kurze Zeit als Freiwilliger in Buniadu mitgearbeitet hat, aber schon bald von der Projektleitung entlassen werden musste, erreichten uns im letzten Monat mehrere Briefe von ehemaligen Mitarbeitern des Health Center sowie von einigen Bewohnern des Dorfes, in denen Heike und Heiner vorgeworfen wurde, in Buniadu nur für ihre eigenen Interessen zu arbeiten und Spenden aus Deutschland veruntreut zu haben. Auch wenn sich diese Vorwürfe rasch als Stimmungsmache entpuppten, bleibt die Tatsache, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung unzufrieden ist, vor allem wegen der langen Schließung des Health Center.
So wurden Forderungen laut, alle gespendeten Materialien, Werkzeuge und auch der gerade in Buniadu eingetroffene Krankenwagen müssten in das Eigentum des Dorfes, bzw. des Dorfentwicklungskommitees übergehen. Mehrere Gesprächsrunden unter Anwesenheit der örtlichen Autoritäten konnten bisher nur wenig zur Beruhigung beitragen, vor allem da unser ehemaliger Freiwilliger immer wieder versuchte, die Stimmung im Dorf gegen Heike und Heiner aufzuheizen. Wenn die Beiden auch nach ihrer Aussage inzwischen nicht mehr um ihre Sicherheit besorgt sind, bleibt die Situation angespannt.
Ein lange vorbereitetes Fußballturnier mit im Krankenwagen mitgebrachten Tornetzen, Bällen, Pokalen etc. ging in Tumulten unter, die erst durch das Eingreifen des Militärs beendet werden konnten, was allerdings in Gambia keine Seltenheit ist (und in Europa ja auch manchmal passiert).
So bleibt uns nur zu hoffen, dass vor allem durch die Wiedereröffnung des Health Center wieder Ruhe und Frieden auf der North Bank des Gambiaflusses einkehren wird, damit die Arbeit des Vereins dort in Sicherheit weiter geführt werden kann.

Alhagie in Italien

Über Facebook erreichte uns die Information, dass unser ehemaliger Rezeptionist die gefährliche Reise über das Mittelmeer heil überstanden hat und nun in Italien als einer von unzähligen Flüchtlingen einer ungewissen Zukunft entgegen sieht. Sein Traumziel ist natürlich Deutschland, aber ob sich dieser Traum für ihn verwirklichen wird, bleibt abzuwarten.

Entwicklungspartnerschaft Ganderkesee – Buniadu in Planung

Über die Fraktion der „Grünen“ im Rat der Gemeinde Ganderkesee wird eine Unterstützung unseres Vereins durch die Gemeinde und eine Förderung der gesamten Region Buniadu vor allem in landwirtschaftlicher Hinsicht angeregt. Hierzu haben bereits einige Gespräche stattgefunden. Presseberichte und weitere Informationen sind ebenfalls auf unserer Homepage zu finden.

Neue Mitgliederliste in Arbeit

Bei der Vorbereitung einer neuen Mitgliederliste für alle die Vereinsmitglieder, die einer Veröffentlichung ihrer Daten innerhalb des Vereins zugestimmt haben, fiel uns auf, dass wir das Einverständnis für diese Veröffentlichung nur von knapp der Hälfte der Vereinsmitglieder vorliegen haben. Wer also interessiert ist, z.B. Rundmails von anderen Vereinsmitgliedern zu erhalten, sollte dieses Einverständnis zeitnah mitteilen unter christian.goeken@rdi-ev.de

Mitgliederversammlung im November

Obwohl in diesem Jahr keine Vorstandswahlen o.ä. anstehen, planen wir eine Mitgliederversammlung Anfang November, um über die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen berichten, diskutieren und ggf. abstimmen zu können. Eine offizielle Einladung mit detaillierter Tagesordnung wird natürlich fristgerecht verschickt werden.

Ich wünsche Euch allen einen erholsamen Sommerurlaub und hoffe, möglichst viele Vereinsmitglieder auf der oben erwähnten Versammlung begrüßen zu können.

für den Vorstand
Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender RDI e.V.

Riverboat-News Nr. 03 Mai 2015

Liebe Vereinsmitlieder, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

im Wonnemonat Mai warten wir hier in Deutschland bereits ungeduldig auf den Sommer. In Gambia bedeutet das: die Regenzeit ist nicht mehr weit. Und was Unwetter zur Regenzeit anrichten können, haben wir ja in Buniadu in den letzten Jahren zur Genüge erfahren müssen. Wünschen wir uns also für uns hier in Deutschland einen heftigen Sommer und für unsere Mitarbeiter in Buniadu eine milde Regenzeit.

Heike und Heiner Tautz wieder in Buniadu

Anfang April war es dann endlich so weit, dass Heike und Heiner, jeder mit 50 kg Gepäck beladen, wieder nach Gambia aufbrechen konnten. Ein erster Überblick zeigt, dass es in den letzten Monaten der Abwesenheit zwar kleinere Schäden durch alle möglichen ungebetenen tierischen Mitbewohner gegeben hat, alle wesentlichen Systeme wie Solaranlage, Wasserpumpe etc. jedoch funktionieren.
Lediglich der Krankenwagen hat wohl endgültig seinen Geist aufgegeben. Das ist natürlich besonders übel in einer Situation, wo noch Baumaterialien zur Fertigstellung des health-center herangeschafft werden müssen. Ein neues Auto muss dringend angeschafft werden, sobald die Mittel dafür vorhanden sind.
Probleme gibt es zurzeit mit Mitarbeitern. Abley hat einen anderen Job angenommen.
Unsere senegalischen Maurer aus Kombo stehen zurzeit ebenfalls unter anderem Vertrag. So wurde Musa erst mal wieder auf Vollzeit eingestellt.
Auch von den Mitarbeitern für die Sprechstunde steht nach der langen Schließzeit nur noch Efo zur Verfügung, hier müssen wohl neue Mitarbeiter rekrutiert werden.
Medizinische Behandlungen starten ab Mai. Bis jetzt wurden nur einige dringende Fälle behandelt. Bis zur Fertigstellung des health-center wird dann wieder unter dem Bantaba behandelt.
Ende Mai kommt der erste Freiwillige nach Buniadu, und so hoffen wir zuversichtlich, dass allmählich wieder „Normalbetrieb“ gefahren werden kann.

Die Diskussion um afrikanische Flüchtlinge hat ein Gesicht

Wer in den letzten Jahren in Buniadu war, der kennt Alhagie, den jungen Mann mit dem freundlichen Gesicht, der die Rezeption betreut hat. Nun habe ich erfahren, dass er sich auf den lebensgefährlichen Weg gemacht hat, um über Libyen und das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Diese Nachricht hat mich zutiefst bewegt und mir wieder gezeigt wie wichtig es ist, dass wir mit unserer Arbeit einen kleinen Beitrag leisten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Gambia. Wir können Alhagie nur alles Gute für seinen gefährlichen Weg wünschen.

Ebolasituation in Westafrika

In der letzten Aprilwoche meldete die Welt-Gesundheits-Organisation ( WHO ) wie schon in den Wochen zuvor keine neuen Ebolafälle aus Liberia. Lediglich zwei kleine Regionen in Guinea und Sierra-Leone meldeten insgesamt 33 neue Fälle. Somit scheint sich der Trend zum Abklingen der Epidemie weiter fortzusetzen, für Senegal und Gambia dürfte keinerlei Gefahr mehr bestehen.

Freiwilligeninfo auf der Homepage

Um die Vorbereitung für unsere „Freiwilligen“ zu erleichtern, ist jetzt das aktualisierte Merkblatt für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter online (http://www.rdi-ev.de/media/Formulare/Freiwilligeninfo%20zur%20Erstinformation.pdf ) Ist vielleicht auch für „Ehemalige“ noch mal interessant zu lesen.

Spendenveranstaltungen füllen die Vereinskasse

Schüler der Matthias-Erzberger-Schule in Biberach haben beim Aktionstag „Mitmachen Ehrensache“ über 1000 € für RDI-eV erarbeitet (http://www.rdi-ev.de/pages/posts/rdi-e.v.-erhaelt-1057-euro-von-der-matthias-erzberger-schule-in-biberach-96.php ) Ganz herzlichen Dank dafür !
In Bremen startete Ende März zum zweiten Mal ein Afrika-Abend mit großartigen Musikern und sowohl begeistertem als auch spendenfreudigem Publikum. 1700 € kamen für den Verein zusammen. ( http://www.rdi-ev.de/pages/posts/afrika-abend-brachte-einen-erloes-von-1700-euro-95.php ) Allen Mitwirkenden nochmals ein Danke schön !

Ein Hilferuf aus Rumänien

Über unser Gründungsmitglied Lutz Bielefeld erhielt der Verein einen dringenden Hilferuf aus der ländlichen Karpatenregion im Südwesten des Landes. Das Dorf Cornereva bittet um Unterstützung beim Wiederaufbau einer Gesundheitsstation für die Region mit 14 umliegenden Dörfern. Die Versorgungssituation ist in dieser an Serbien grenzenden Region trotz EU-Mitgliedschaft Rumäniens katastrophal. Da wir in der Vergangenheit immer wieder Sachspenden (Krankenbetten, Rollstühle etc.) ablehnen mussten, weil sie nicht nach Gambia zu transportieren oder dort nicht zu gebrauchen waren, prüft der Vorstand von RDI-eV zur Zeit, ob wir hier einen Beitrag zur Hilfe leisten können ohne unsere für Buniadu benötigten Kapazitäten und Ressourcen zu belasten.

Studenten der Kunstschule Wandsbek legen erste Ergebnisse vor

Wie in den letzten Riverboat-News berichtet und auch auf der Mitgliederversammlung 2014 bereits angesprochen, hat sich ein Jahrgang „Kommunikationsdesign“ der Kunstschule Wandsbeck unter dem Motto „alles moderner, schöner, besser“ mit dem Verein RDI-eV beschäftigt. Als erstes Ergebnis wurden verschiedene Bildpunktentwürfe für ein neues „Vereins-Design“ vorgelegt, das nun weiter entwickelt werden soll, was noch einige Semester in Anspruch nehmen wird. Es war jedenfalls sehr interessant zu hören, wie die Studenten an das Thema Öffentlichkeitsarbeit des Vereins von einer ganz anderen Warte herangegangen sind.

Mitglieder werben – Mitglied werden

Jeder Verein lebt von und durch seine Mitglieder. Je mehr (möglichst auch noch engagierte) Mitglieder ein Verein hat, desto breiter ist die Basis für Meinungsbildung, für Aktivitäten und für das Auftreten gegenüber Institutionen wie Behörden, aber auch potentiellen Geldgebern. Deshalb möchten wir in diesem Jahr aktiv für ein Wachsen des Vereins eintreten.
Also liebe Vereinsmitglieder, bitte überlegt, ob Ihr aus Eurem Umfeld den einen oder die andere bewegen könnt, uns und das Ziel unseres Vereins mit einer Mitgliedschaft zu fördern.
Und alle Förderer und Freunde des Vereins, die ( noch ) nicht Mitglied sind, bitten wir, sich vielleicht jetzt doch noch zu einer Mitgliedschaft durchzuringen ( http://www.rdi-ev.de/media/Formulare/Mitgliedsantrag.pdf ) Denn gemeinsam sind wir stark zum Wohle der von uns unterstützten hilfsbedürftigen Menschen.

Ich wünsche Euch / Ihnen allen eine gute Frühlings- und Sommerzeit

für den Vorstand
Dr. med. Markus Schopp
2. Vorsitzender RDI e.V.